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Von Amersfoort über Amsterdam nach IJmuiden

2. großer Fahrtabschnitt

Reiseteil 5


12 Tage sind wir zu Hause gewesen, haben den Garten 'auf Vordermann' gebracht, erledigt, was in Sachen Buchhandlung und Buchhaltung zu tun war, verschiedene Besuche gemacht und bekommen und alles wieder für den zweiten großen Reiseabschnitt vorbereitet.

Am Sonntag, dem 28.6.2015, fahren wir wieder mit einem vollbeladenen Leihwagen nach AMERSFOORT.


Von Amersfoort
über
Muiden
nach Amsterdam
und IJmuiden



Strecke Amersfoort - IJmuiden: 84 km
Fahrtage: 3
Landtage: 3

Zurück in Amersfoort, 28.6.15

Da liegt er, unser BOREAL, etwas eingestaubt, aber unbeschädigt und vollständig! Man macht sich ja seine Gedanken, wenn man sein Boot einige Zeit allein lässt, in einem nicht abgeschlossenen und überwachten Hafen.
Alles gut gegangen, prima!
Als das Gepäck an Bord und verstaut ist, sind wir geschafft. Es bleibt nur noch Zeit für einen kleinen Abendspaziergang ins Städtchen zum Eiscafé.
Wir beschließen, am nächsten Tag in Amersfoort zu bleiben, BOREAL zu putzen und..., na den Turm zu besteigen, wie ich es mir doch vorgenommen hatte!

Landtag in Amersfoort 29.6.15

BOREAL glänzt wieder! Das Mittagessen wollen wir in der Stadt einnehmen.
Damit ihr seht, dass Amersfoort durchaus auch eine sehr moderne Stadt ist, hier ein Foto des Eemplein, an dem wir auf dem Weg in die Stadt immer vorbeikommen: Geschäfte samt Supermarkt, einfache Restaurants, ein Bioscoop (= Kino!) und das 'Eemhuis', ein Museum, dessen Fotografie-Ausstellung mit Bildern von Nackten in merkwürdigen Situationen uns aber nicht reizt.

Anschließend müsst ihr noch mal mit am schönen Koppeltor vorbei. So sieht es aus, wenn man von außen, also vom Liegeplatz aus, auf die Stadt zu kommt. Unter den drei Brückenbögen sieht man das Flüsschen Eem, das nach Umrundung der Stadt nun neben dem Tor über ein Wehr herunterrauscht.

Auf der Rückseite der Sint Joris (= Sankt Georg) Kerk entdecken wir einen kleinen, gemütlichen Platz umrahmt von mittelalterlichen Häuschen. In diesem Eetcafé mit Schattenplatz bekommen wir wieder einmal einen leckeren Salat.

Sint Joris' Vorderseite gegenüber, an dem großen Platz 'Hof', stehen diese hübschen Häuser, die auch an einer Amsterdamer Gracht stehen könnten; müssten dann aber fast doppelt so hoch sein.
Sie werden überragt vom Unsrer Lieben Frau-Turm, für dessen geführte Besteigung wir im Touristenbüro Karten holen.

Um 14 Uhr treffen wir uns am Turm mit unserem Guide und 6 anderen Interessierten. Er erklärt uns, dass wir uns still verhalten sollen, da auf dem Turm eine sehr seltene Falkenart brütet. Wir sehen den recht großen Falken oben fliegen.
Und hier haben wir schon ein Stück des Aufstiegs geschafft.
Im Hintergrund sehr ihr die Sint Joris Kerk und rechts davon das zweite noch erhaltene alte Stadttor. Auf dem Platz unter uns sind dunkel gepflastert Teile des Fundaments der Onze liewe Frouwe Kerk angedeutet. Sie war vor zweihundert Jahren in kriegerischer Zeit als Munitionslager verwendet worden. Es kam zu einer Explosion, und die Kirche brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Blick nach Südwest:
Links die Dächer der modernen Gebäude am Eemplein, daneben der Bootsliegeplatz in der Eem (von BOREAL ist nur ein Zipfel des Hecks neben der Baumgruppe zu sehen), dann das Koppeltor und die schöne Häuserreihe davor (In einem der Häuser befindet sich die einzige akademische Carillon- Schule der Welt), im Vordergrund links die im Bogen auf der ehemaligen Stadtmauer erbauten Häuser, dahinter die um die ganze Stadt verlaufende Gracht und rechts eine der Grachten, die durch die Stadt führen.

Dies sind nicht die großen Turm-Glocken, die die Stunden schlagen oder zum Gottesdienst rufen, sondern die zum großen Carillon (= Glockenspiel) gehörenden Glocken, die von akademisch ausgebildeten Belaards zu besonderen Anlässen gespielt werden.
Bel = Glocke.

Übrigens: In manchen Museen findet man das Schild: Bellen niet toegestaan! = Bellen nicht erlaubt!? Nein! Telefonieren heißt auf niederländisch bellen!

Von Amersfoort nach Muiden 30.6.15

Sonnig und warm ist es, als wir am Dienstag die Eem hinunterfahren ins Eemmeer. Dort treffen wir wieder auf die Windmühlenreihe auf Flevoland, die wir schon sahen, als wir vor 2 Wochen von Spakenburg nach Amersfoort fuhren.

An der letzten von ihnen sind Arbeiter in schwindelerregender Höhe auf schmalem Kranausleger beschäftigt! Huh!
Danach fahren wir unter der Hollandse Brug durch, die das Festland mit Flevoland verbindet. Bald darauf weitet sich das Wasser und wird zum Ijmeer, dem südlichsten Zipfel der früheren Zuiderzee.
Hier sehen wir nach Nordwesten freies Wasser bis zum Horizont.
Es bläst leider kräftig aus Nordwest, bringt uns Schaumkrönchen und Schaukelwellen von der Seite! Muss ich schnell wieder gefährdete Sachen wegpacken und alle Schubladenknöpfe zudrücken.

Zum Glück können wir bald in das Flüsschen Vecht einbiegen, das die Zufahrt nach Muiden bildet!
Am Beginn des Städtchens bekommen wir kurze Zeit später im 1. Yachthafen gleich rechts vom Hafenmeister einen guten Längsseits-Platz zugewiesen; mit Blick auf das Schloss!

Nach Mittagspause und obligatorischem Kaffee an Bord, machen wir uns auf ins Städtchen. Schmale Straßen führen vom Yachthafen zur Hauptstraße, auf der wir bald die Brücke über die Vecht erreichen.
Von hier haben wir einen guten Blick auf diese zwei erstaunlich großen Schleusenbecken.

Neben der Schleuse und auch auf der anderen Brückenseite gibt es einladende Cafés, die einen guten Blick auf das Schleusengeschehen bieten und bei dem herrlichen Wetter natürlich voll besetzt sind.

Wir haben ja schon Kaffee getrunken, also spazieren wir gleich weiter zum Schloss.
Natürlich schön im Schatten!

Hübsch liegt es da in seinem Seerosen-Teich.
Drumherum ist der Deich mit Kanonen bestückt und auch drin zeugen Schießscharten und Waffensammlung von Kampf- und Verteidigungsbereitschaft.
Es ging nicht nur darum, den Grafen Floris und seine Ländereien zu schützen, sondern vor allem auch die Einfahrt in die Vecht, über die mögliche Feinde, wie z.B. die Spanier oder Engländer, Amsterdam hätten angreifen können.

Leider sind wir zu spät dran für eine Führung. Von der Ausstellung und den Informationen sind wir etwas enttäuscht, besonders für den Preis von 13 Euro pro Person! Das haben wir anderswo schon sehr viel besser erlebt.

Blick vom Schlossturm auf die Mündung der Vecht mit havariertem Traditionssegler und auf das immer noch teilweise schaumgekrönte IJmeer.

Der Wind soll abnehmen, sodass wir es morgen wohl wagen können, die einstündige Strecke dort außen herum südwestlich zur Mündung der IJ zu fahren und durch die Seeschleuse nach Amsterdam zu gelangen.
Andernfalls müssten wir die Vecht aufwärts bis Weesp und dann über einen Kanal 'hintenherum' nach Amsterdam, was zwei Stunden länger dauern würde.

Von Muiden nach Amsterdam 1.7.15

Wir können am nächsten Morgen die leicht schaukelige Strecke über das IJmeer nehmen.
Schneller als gedacht sind wir bei diesem Leuchtturm, vor dem wir in die IJ einbiegen und auf die Amsterdamer Seeschleuse zufahren.

(Anmerkung: Die Buchstaben-Kombination 'IJ' gilt als ein Buchstabe; beide Teile werden groß geschrieben, stehen am Ende des Alphabets zwischen Y und Z und werden wie kurz ä + lang i ausgesprochen.
Es gibt auch die Kombination 'ei', die genauso wie im Deutschen ausgesprochen wird. So hört sich 'kleine boote' total deutsch an!)

Da liegt die Stadt vor uns!
Schräg gegenüber vom Cruise- Terminal und auch vom Hauptbahnhof (im Hintergrund) ist die Einfahrt in den Sixhaven, der im Bootsführer als bester Yachthafen empfohlen wird.

Wir haben Glück!
Finden einen Platz gleich bei der Hafeneinfahrt mit erfrischendem Wind, der die Hitze erträglich macht, und mit Ausblick auf den regen Schiffsverkehr auf der IJ.
O! Da kriegt man fast einen Schrecken, wenn so ein großer Pott plötzlich seine im wahrsten Sinne des Wortes 'Nase' ins Bild streckt!

Noch vor dem Mittagessen machen wir uns auf in Richtung Stadt:
5 Minuten Fußweg unter schattigen Bäumen zur Fähre; 5 Minuten im Schatten eines Schildes warten auf die Ankunft der nächsten Fähre; (es sind zwei, die flott hin und her pendeln); noch'n bisschen warten, bis die Massen an Fietsern und Voetgangers runter sind; ...

...'s dauert auch, bis wir alle drauf sind; dann in ca. 5 Minuten im Zickzack um andere Boote, Binnen- oder sonstige schiffe herum hinüber zur großen CENTRAL STATION (schön kühl!), durch die man erst mal hindurch und den Ausgang finden muss!
Das ist irgendwie schon ein starkes Erlebnis!
So stark, dass wir ganz vergessen, die tolle Vorderseite des Bahnhofs zu fotografieren. Er könnte glatt unter Pracht-Schloss laufen!
Der Central Station gegenüber finden wir in einem hübschen, untypischen niedrigen Holzhaus die TOURIST-INFO, wo wir uns gleich einen Stadtplan holen.
Jetzt brauchen wir nur noch den Rest des Bahnhofsvorplatzes mit Gewässern, Autos, Bussen und bimmelden Straßenbahnen überqueren...

.. und sind dann richtig drin, in dieser tollen Stadt Amsterdam!!
Jan Werner, der Autor unseres Törnführers 'Holland', schreibt über sie:
"Amsterdam ist die allerschönste, verrückteste, menschlichste und interessanteste Stadt, die man sich nur denken kann. Und um das zu werden hat sie 'nur' 700 Jahre gebraucht, vom kleinen Fischerdorf bis zur Hauptstadt der Niederlande mit heute gut 750 000 Einwohnern."

Uns bietet Amsterdam mit dieser ersten Straße außer hübschen, hohen Häusern: Schatten, Nepp, Sexshop, Shishas in Schaufenstern und Hash-Duft in der Nase!
Aber das ist eben Bahnhofsnähe mit Rotlichtmilieu.
Sonst können wir Jan Werner in vielem zustimmen!

Die Sint Nicolaas Basilika (Parochie auf holländisch, Ende 19.Jhdt.), die dem Bahnhof gegenüberliegt, hier von der Gracht O.Voorburgwal aus gesehen.

Die Oude Kerk, die Anfang des 14. Jahrhunderts als dreischiffige Hallenkirche erbaut und in den folgenden Jahrhunderten erweitert und höher gebaut wurde. Sie ist die älteste Kirche Amsterdams. Von außen sieht sie merkwürdig, aber auch altehrwürdig aus, mit ihren Anbauten, auch angebauten kleinen Häuschen, von denen auf der Rückseite manche von Damen des gewissen Gewerbes als Arbeitsstätte genutzt werden.
Innen ist sie imposant, hoch, weiß, schön! Aber kahl wie die in Kampen und wie viele (alle?) protestantische Kirchen in den Niederlanden. Die mittelalterliche Ausstattung fiel vollständig dem Bildersturm von 1566 während der Reformation zum Opfer.

Schmale, begrünte Gassen bieten Verschnaufpausen,...

... breite Grachten, wie hier beim Zwanenburgwal mit dem quer dazu verlaufenden Fluss Amstel, öffnen den Blick auf schöne Häuser,...

...und auch der Ausblick über Wasser mit Booten und dem Grün der Bäume gefällt uns sehr.
Ob die Kirchen bewusst so ans Ende oder die Ecke einer Gracht gesetzt wurden? Fotogen sind die Türme jedenfalls.

Dieser Anblick ist natürlich auch nicht schlecht!

Wir bummeln gemächlich durch die Stadt, sehen dabei dem bunten Treiben auf dem Wasser und in den Gassen, oft mit Hasch-Geruch in der Nase, zu.
Aber irgendwann sind wir alle, flüchten durch die vollen Hauptgeschäftsstraßen Kalverstraat und Nieuwndijk am Königlichen Palais vorbei (auf dem Platz davor ist ein großes Beachvolleyball-Feld mit hoher Tribüne aufgebaut, was ein Foto des Schlosses verhindert) zum Bahnhof und mit der Fähre hinüber zu BOREAL, wo ein frischer Wind die Temperatur erträglich macht.

Abends ziehen wir noch einmal los, wollen ins angesagte Wohnviertel Jordaan, östlich der Prinsengracht, das in unserem Bootsführer mit dem Pariser Quartier Latin verglichen wird.
Dies Foto vom Weg dorthin am Herenmarkt zeigt, dass man hier ganz gut zu genießen weiß, auch liegend.

Keine schmale Jordaan-Gasse, aber ein Plätzchen noch vor dem Viertel mit herrlicher Feierabendstimmung, in der Groß und Klein herumstehen, lachen, reden, miteinander spielen. Schöne Nachbarschaft!

Das ist typisch Jordaan, eine Kreuzung kleiner Straatjes: 'Anjeliersstraat tweede Dwarsstraat'. Hier hat ein Italiener aus seinem Ristorante an jeder der vier Kreuzungsecken ein, zwei Tischchen aufgestellt. Seine Bedienung kommt mit großem Brett und erklärt uns lautstark, was wir wählen könnten. Fußgänger aus der Nachbarschaft flanieren, schnacken miteinander, Jungs spielen Fußball, viele holen sich ein Eis nebenan dort hinter uns. Das Essen schmeckt und es gibt viel zu kucken!

Herrliche Abendstimmung, als wir uns gegen 22 Uhr Eis schleckend auf den Rückweg machen.
An vielen Ecken sitzt man noch draußen zusammen, essend, trinkend, lachend.

Von Brücken wird den vorbeifahrenden Booten und Rondvaart-Schiffen zugeprostet.

Es ist wirklich auch auf dem Wasser noch ordentlich viel los!
Nicht nur hier an der Prinsengracht mit dem Kirchturm der Westerkerk im Hintergrund.
Es ist der schönste Turm, wie wir finden. Vor acht Jahren haben wir ihn bestiegen, als wir von Hessen aus drei Tage in Amsterdam waren.
Im Haus nebenan hat Anne Frank bis zur Deportation mit ihrer Familie gewohnt. Es ist jetzt als bedrückendes Museum mit viel Zusatzinformation zu besichtigen.

Wir haben drei kichernden Japanerinnen angeboten, sie zu fotografieren, und anschließend waren wir dran. Man sieht uns an, dass wir wieder ganz schön geschafft sind, denn es sind heute einige Kilometer zusammengekommen! Und das bei dieser Wärme!
Nun aber ab 'nach Hause'!

Landtag in Amsterdam 2.7.15

Den nächsten Tag gehen wir ruhiger an. Zuerst müssen wir BOREAL auf Bitten des Havenmeesters um zwei Boxen verlegen, da der bisherige Platz für ein größeres Boot benötigt wird.
Dann wird ein bisschen geputzt, gelesen, telefoniert, die Weiterfahrt geplant, und mit dem Fernglas werden Wasservögel ums Boot herum beobachtet.

(Ich würde auch gern am Reisebericht weiterarbeiten, aber bis Muiden habe ich das zweite Mal seit ich mit dem Schreiben begonnen habe, ein Gigabyte für Datenübertragung verbraucht. Wir müssen erst eine neue SIMcard kaufen, bevor es mit dem Bericht weitergehen kann.
Diesen Bericht über die Tage in Amsterdam habe ich erst in Den Haag schreiben können!)

Ach ja, dieser kleine Park auf dem vorigen Bild und auch diese Anlage hier rechts, ist der Garten des Amsterdamer Rijksmuseums, zu dem wir uns heute Nachmittag aufgemacht haben.
Die dunklen Figuren und bunten Plastiken sind von Jean Miró, von dem erstmalig eine Ausstellung in den NL gezeigt wird.
Im Museum lassen wir uns durch Audio-Guide zu den Höhepunkten des Hauses führen, was keine kluge Wahl war. Denn außer zu den großen niederländischen Meistern, die zu sehen uns am wichtigsten war, werden wir zu Künstlern fast aller Jahrhunderte geführt, zu Kunstwerken aus der Zeit der intensiven Handelsbeziehungen zu asiatischen Ländern. Haben chinesisches und Delfter Porzellan gesehen, fantastische Silberschätze, große Abbildungen javanischer Würdenträger, sehr beeindruckende mannshohe, hölzerne, furchterregende Tempelwächter, und und und ...Alles interessant, aber zu viel.
Wir haben nicht mehr die Energie, noch einmal zu Rembrandt, Vermeer und van Gogh zurückzugehen.

Wir setzen uns noch ein bisschen zu Miró, trinken Kaffee und bummeln dann am frühen Abend zurück durch die Stadt zum Bahnhof.
Der wurde übrigens vom selben Architekten entworfen wie das Rijksmuseum. Ihr könnt ihn euch also so ähnlich aber noch prunkvoller vorstellen.

Zum Abschied aus Amsterdam noch einmal ein paar schöne, teils schiefe Grachtenhäuser.

Das waren unsere herrlichen Amsterdam-Tage!
Wir würden es noch länger hier aushalten, aber morgen soll es noch heißer werden. (Es wird der Tag, an dem in Hessen die Rekordtemperatur von 40° erreicht wird! Stimmt gar nicht! Der kam erst am Sonntag, dem 5.7., auf unserer Fahrt nach Haarlem.)
Da fliehen wir lieber an die See!

Von Amsterdam nach IJmuiden 3.7.15

Kurz nach Abfahrt aus dem Hafen kommen wir an diesen zwei bemerkenswerten neuen Gebäuden vorbei: dem EYE, links, das Filmmuseum der NL, und dem noch nicht ganz fertigen A'DAM ( 'Hello, I'm A'DAM' steht auf großem Schild davor), Hotel mit Aussichtsplattform, Restaurant, Bar, Disco etc..Von dort oben muss man einen tollen Blick über die Stadt und den Fluss IJ haben, den wir jetzt bis zur Mündung in die Nordsee befahren werden,...

... und auch über diese neuen Wohn- und Büro-Häuser am gegenüberliegenden Ufer.

Nach ca. 1 Stunde liegen alle Wohngebiete, Werften, Fabriken und Häfen der Stadt hinter uns.
Es ist auch mal wieder schön, über ein ruhiges, breites Gewässer wie die IJ durch die Natur zu gleiten.

Hier haben wir die große Seeschleuse von IJmuiden schon hinter uns. Man gerade 15 cm hat sie uns abwärtsgeschleust!

Im Vorhafen fällt uns diese kleine Insel auf. Sie ist rundherum mit Bunkern besetzt und wahrscheinlich auch mit verbindenden Tunneln unterhöhlt.
Ein Denkmal, das an die Deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs erinnert. Es wird von kleinen Booten angefahren, die Gruppen zur Besichtigung hinüber bringen.

Vor uns liegt jetzt die offene Nordsee!
Aber wo denn? Wir sehen sie gar nicht! Und die beiden äußeren Molenköpfe verschwinden ... im Seenebel! Oh nein!! (Wenn man das Foto größer klickt, sieht man schwach die Nebelwand über dem Wasser.)
Wir spüren schon deutlich die Kälte, die so eine Wand mit sich bringt. So war das aber nicht gemeint!!

Durch Nebel fahren wir in den Hafen ein, aber nach einer halben Stunde hat er sich glücklicherweise schon aufgelöst! Uff!
Riesig ist der erst vor 10 Jahren fertiggestellte Hafen, mit spärlicher, wenig ansprechender Bebauung drumherum, ...

...aber breitem Strand neben der IJ-Mündung.

Eine Masse kleiner Häuschen wie Bienenwaben am Dünenrand, merkwürdig!
Wäre es für uns neu, würden wir Hafen und Strand befremdlich finden, aber wir haben das alles schon gesehen bei unserem ersten Amsterdam-Besuch und sind also darauf vorbereitet.

Wir genießen die warme Seeluft, den Wind, das Barfußlaufen, von den Wellen beim Baden hochgehoben zu werden und Groß und Klein beim Strandleben zu beobachten.

Landtag, vielmehr Strandtag, in IJmuiden 4.7.15

Wir bleiben noch einen weiteren Tag, der für Stadtbesichtigungen einfach zu heiß wäre.
Hier ist es weiterhin erträglich. Aus dem luftig offenen Cockpit beobachten wir die ausfahrenden und hereinkommenden Boote, überwiegend Segler, darunter Schweden, Norweger, Deutsche, (keine Dänen, komisch) vereinzelt Belgier, Schweizer, Österreicher, Italiener.
Und natürlich genießen wir das Strandleben! Wir lassen einen Drachen steigen, den wir uns gekauft haben, spielen Ball, spazieren am Strand entlang und baden! Herrlich!
Eine Gruppe Jugendlicher hat Sandfiguren gebaut. Bald werden sie von der Flut wieder flachgespült werden.
Wir sind erstaunt über die große Anzahl der länglichen Schwertmuscheln, die hier als Rippen und Finger eingesetzt wurden. Die haben sich ja enorm vermehrt und ausgebreitet. Sie splittern leicht und es piekst deshalb unangenehm, wenn man in weichem Sand auf sie tritt.
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