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Von Lübeck zur schwedischen Insel Hanö




Stationen des 1. Reiseabschnitts:
in Deutschland:
Lübeck
Grömitz
Großenbrode

in Dänemark:
Nystedt auf Lolland
Stubbeköbing auf Falster
Klintholm auf Mön


in Schweden:
Gislövsläge
Ystad
Simrishamn
Insel Hanö

9.6.2016 Abfahrt aus Lübeck, über Travemünde nach Grömitz

Wie immer war der letzte Tag vor der Reise mit Packen und Stauen, diesmal noch dazu bei schwülem Wetter, sehr anstrengend. Trotzdem hatten wir uns von unserer Katrin zum Abschiedsessen ins Lübecker 'Kochwerk' im Holiday Inn überreden lassen, wo wir ein leckeres Essen in vergnügter Stimmung genießen konnten.
Heute geht es also los, etwas müde, aber in schöner Ferienstimmung.
Zum Abschied von der Hansestadt Lübeck grüßen sechs ihrer sieben Türme! Bei strahlendem Sommerwetter bleiben sie hinter uns zurück.

Böbs-Werft Travemünde. Abdichten einer Frontscheibe

In Travemünde wird leider ein Zwischenstopp nötig. Die rechte Frontscheibe macht wieder mal Probleme; die Gummierung ist undicht. Ein Anruf vorher und kurz nach der Ankunft in der Böbs-Werft, wo BOREAL schon bekannt ist, macht sich ein Mitarbeiter daran, den Schaden zu beheben. Prima! Vielen Dank!

Travemünde, Krusenstjern

1 1/2 Stunden später geht es weiter, vorbei an dem russischen Viermaster 'Krusenstjern', und hinaus ins offene Wasser der Lübecker Bucht.

Windstärke 2 aus N-NO ist angesagt, es wird aber ein bisschen mehr. Wir fahren schräg gegen 50-60 cm-Wellen mit einigen Schaumkrönchen. Einige höhere schaukeln uns mal tüchtig seitwärts, aber unser Dicker beruhigt sich immer schnell wieder. Gut zur Eingewöhnung!

Grömitz Yachthafen

Nach zwei Stunden Ostsee-Fahrt legen wir an Steg 6, dem für große Yachten, in Grömitz an.
Der sehr beliebte Badeort hat den größten Sportboothafen in der Lübecker Bucht.
Nördlich des schön gestalteten Hafens zieht sich eine kilometerlange, fein mit Platten belegte, breite Promenade an Hotels, Boutiquen, Restaurants auf der einen und dem Kurstrand mit seinen Strandkörben an der anderen Seite entlang bis zum nördlichen Ende des Städtchens.
Gleich südlich des Hafens schließt sich dieser Naturstrand an (siehe Abendspaziergang).

Nachmittags promenieren wir bis zur Mitte der Promenade, wo sich von einem weiten Platz die breite Seebrücke ca. 500 m in die See hinausschiebt. An ihrem Ende kann man in der Tauchglocke rechts zum Grund abtauchen, was uns allerdings nicht so sehr interessiert.

Lieber kucken wir uns den Seenotrettungskreuzer der DGzRS an! Von ihm herunter ist das vorhergehende und dieses Foto gemacht. Eigentlich liegt er einsatzbereit an unserem Steg 6, aber heute ist er hier zur Besichtigung freigegeben. Wir erfahren Beeindruckendes über seine Technik und Einsatzarbeit!

Abends spazieren wir zum Naturstrand, an dessen Steilküste wir Uferschwalben in ihre Nisthöhlen ein- und ausfliegen sehen und zahlreiche Steintürmchen, die Jemand mit großer Ausdauer aufeinandergesetzt hat, bewundern. Ich lasse es mir nicht nehmen, ab und zu noch ein ganz kleines Steinchen oben drauf zu setzen.

10.6. Von Grömitz nach Großenbrode

5 Windstärken sind für heute angesagt, aber da wir dicht unter Land fahren können, sind wir fast auf der ganzen Strecke (hier mit Blick auf Grömitz) gut vor dem Wind geschützt.
An der ganzen Strecke gibt es schöne Strände, teils mit kleinen Kurstädtchen, teils mit Campingplätzen.

Beim Campingplatz Sütel

Vom Großenbroder Hafen aus (im Hintergrund) umfahren wir mit Rädern den Binnensee und zum Campingplatz Sütel.
Er hat für mich eine besondere Bedeutung: hier habe ich vom 7. bis zum 15. Lebensjahr jeden Sommer herrlliche Ferienwochen mit der Familie verbracht; manchmal auch mit Verwandtschaft, die ich hiermit lieb grüße!
Damals gab es noch keinen Zaun. Der Wohnwagen stand an der Rasenkante und wir hoppsten einfach von dort auf den Strand.
Und toll war es, wenn die Querwelle der damals noch aus Großenbrode auslaufenden Dänemark-Fähren uns fast umschubste oder extra dafür erbaute Burgen überschwemmte.

11.6. Von Großenbrode nach Nysted auf der Insel Lolland (DK)

Um 5 Uhr sind wir am nächsten Morgen wach und beschließen, gleich loszufahren. Es ist ja ein bisschen schaukelig, als wir um 7 Uhr an der Südküste Fehmarns vorbeifahrend Kaffee kochen und frühstücken; mit Blick auf die Fehmarnsundbrücke, einen ankernden Dreimaster und die drei Hoteltürme von Burgtiefe.
Nach Umrunden von Fehmarns Südost-Ecke Staberhuk erkenne ich durchs Fernglas schon ganz klein in der Ferne den riesigen Vindmölle Park vor Lolland, die Masten teilweise noch hinterm Horizont.

Vindmölle Park vor Nysted

Nach Überqueren des Großschiffahrtsweges erreichen wir 2 1/2 Std. nach Staberhuk die SW-Ecke des Parks. Der Fuß des ersten Mastes ist rotgepunktet, also sind wir hier richtig und können von hier aus den Park diagonal durchfahren.

Nach weiteren 2 Std. legen wir beim Nysted Sejlklub mit Hilfe der neben uns liegenden Segler an. Im Hintergrund das Schloss Aahlholmen...

... und seitwärts der Blick auf Kirche und Kleinboothafen.

Nach kleinem Schlummer und obligatorischem Kaffee und Kuchen spazieren wir am Hafen entlang...

... und dann auf einem Pfad an gepflegten Gärten und gemeindlichen Rasenflächen und Blumenwiesen vorbei um die Bucht herum bis zur offenen See.
Immer wieder laden Tische und Bänke zum Picknicken oder Ausruhen ein, und an schönen, kleinen Stränden ist auch ordentlich Badebetrieb vom nahen, zwischen Bäumen versteckten Campingplatz her.

Schön, wie Nysted da liegt!

Sonntag, 12.6. Durch den Guldborgsund nach Stubbeköbing

Heute schlafen wir immerhin bis 6°° und kurz nach 8°° legen wir von Nysted ab. Es geht vor Wind und Welle geschützt durch den schmalen Guldborgsund zwischen Lolland und Falster,...

... an Falsters Hauptstadt Nyköbing (Foto) vorbei, ...

und später eine kurze Strecke durchs Sma°land-Fahrwasser.
Kurz bevor wir die große Storströmbrücke bei Nyborg (Fünen) passieren, die Falster mit Fünen verbindet, entdecken wir dieses schmale Steilküsten-Inselchen. Früher war es oben grün von Gras, Buschwerk und Bäumen. Jetzt wirkt es surrealistisch: von Kormoranen weißbeschissener Boden und kahlgeätzte Bäume!
Kurze Zeit später sehen wir große Seehunde auf Steinen liegen und kleine im Flachwasser herumtoben. Schön!

8 Std. nach der Abfahrt aus Nysted legen wir kurz nach 16°° in Stubbeköbing am Grönsund im Norden von Falster an. Puh! Aber eigentlich sind wir gar nicht so geschafft, da die Strecke durch geschütztes Gewässer führte und abwechslungsreich war.
Wir bummeln einmal durch den Ort, an dem am heutigen Sonntag und wegen des Starkwindes nichts los ist. Anscheinend sind auch viele Geschäfte eingegangen, seit wir vor 10 Jahren zuletzt mit 'Ronja' hier waren.
Zum Abschluss des Bummels gibt es, wie für uns Tradition in Stubbe, am Hafenkiosk einen großen Burger! Hmm, lecker!

Und dann an Bord das spannende EM-Spiel "DEUTSCHLAND gegen UKRAINE", bei dem wir ordentlich mitfiebern und uns über das 2:1 freuen!

Montag, 13.6. Landtag in Stubbeköbing

Regnerisches Wetter und weiterhin Starkwind halten uns am nächsten Tag davon ab, weiterzufahren. In trockeneren Momenten kucke ich vom Steg über den Grönsund und wundere mich über die kleine Kirche weit hinten am anderen Ufer, die selbst durch trübsten Dunst hell leuchtet, als wäre sie mit Zauberfarbe angemalt.

Tom liegt derweil unter dem Cockpitboden und wartet Heizung und Motor samt Ölwechsel und Filterreinigung.

Dienstag, 14.6. Nach Harbölle und später Klintholm/ Mön

Es ist immer noch ziemlich windig, soll aber nachmittags weniger werden.
Wie viele andere Boote wollen auch wir den Versuch wagen, über die offene See nach Klintholm zu kommen.
Aber wir haben den Grönsund kaum verlassen, da wird es richtig haarig! Viel zu schaukelig für uns! Wir kehren um nach Harbölle.

Im klitzekleinen Hafen Harbölle am Ausgang des Grönsunds, warten wir auf abnehmenden Wind.
Wir machen einen schönen Spaziergang und ein kleines Mittagschläfchen. Nach Kaffee und Kuchen starten wir den zweiten Versuch.

Der Wind hat wirklich nachgelassen, aber die alte Dünung ist noch da, und manchmal erschrecken uns zwei, drei hohe steile Wellen hintereinander. Aber 'Boreal' nimmt sie gut, und wir gewöhnen uns allmählich daran.
Trotzdem sind wir erleichtert, als wir durch nassgespritzte Fenster Klintholm voraus als weiße Punkte unter dem Hügel erkennen können ...

...und richtig froh sind wir, nach 3 Std. Schaukelfahrt sicher in Klintholm Havn auf der Insel Mön gelandet zu sein!
Die Hafenanlage und den kleinen Ort kennen wir recht gut. Wir waren wohl zweimal mit den Kindern in gechartertem Boot und zweimal allein mit 'Ronja' hier.
Das besondere der Anlage sind die teils auf Inseln erbauten Ferienhausreihen, vor denen die Boote, wie man hier sieht, an Stegen festmachen; dazu der feine, lange Strand (im Hintergrund) und die Nähe zu den Kreidefelsen, die wandernd, mit Rad oder nach kurzer Busfahrt gut zu erreichen sind.

Mittwoch, 15.6. Von Klintholm (DK) nach Gislövsläge (S)

Am nächsten Morgen: Tom statt mit Mülltüte nun mit frischen Brötchen.

Heute geht es nach Schweden!

Um 9.50 liegt der Leuchtturm Mön querab im Dunst. Gleich geht's um die Ecke und wir werden die Kreidefelsen bewundern können.

Da sind sie, leuchtend in der Morgensonne! Tom musste nur fürs Foto geradeaus kucken.

Imposant und schön!

Und fast erschreckend, wenn man oben drauf durch den Wald wandert, dann plötzlich an die Kante kommt und 100 m fast senkrecht unter einem der steinige Strand liegt.
So erging es uns jedenfalls, als wir 1988 zum ersten Mal mit Katrin und Maikel hier waren.

47° nordostwärts mit wenig Wind, der die Wasseroberfläche kaum kräuselt. Aber die alte kräftige Welle von gestern ist noch als Dünung da und macht die Fahrt unruhig.
Die Felsenkette wird kleiner und ehe sie hinterm Horizont verschwindet, wird sie von dichtem Dunst verschluckt.
Auch bei klarer Sicht wäre dann bald rundum kein Land mehr zu sehen.

Plötzlich taucht ganz nah bei Toms offenem Fenster ein Seehundskopf auf !!!Tom ruft 'Hej!' und schnippt mit den Fingern, und der kleine Kerl kuckt lange interessiert zu uns her, bis er weit hinter uns wieder abtaucht.

Gislövsläge

Nach 4 1/2 Std. Schaukelfahrt und ein bisschen viel Dunst vor der Küste, der konzentriertes Ausschauhalten nach den Trelleborger Fähren und anderen Großschiffen erfordert, legen wir in Gislövsläge an.
Es war einmal ein kleiner Fischerort und -hafen, dessen kleine Katen behutsam in hübsche Ferienhäuschen mit feinen Gärten umgewandelt und der Hafen um viele Stege für Sportboote erweitert wurden.
Aber die alten Fischer-Buden hier sehen noch aus wie immer.

Es sind jetzt deutlich mehr niederländische Boote da als vor 10 Jahren, dazu viele deutsche Segler, einige Engländer, (nur) einige Dänen (merkwürdig) und mal ein einzelnes polnisches, finnisches oder norwegisches Boot.
Auch hier haben wir eine Tradition, auf die wir uns schon freuen: Leckere Pizza mit superleckerem Pizza(=Kraut)salat beim türkischen 'Italiener' oben neben dem 'Landhandel' an der Straße nach Trelleborg.
Und wir werden nicht enttäuscht, auch wenn jetzt eine jüngere Türken- oder Araber-Generation den Laden führt.

Donnerstag, 16.6. Von Gislövsläge nach Ystad

Bewölkt ist es, nieselt auch mal ein bisschen, aber es weht nur ein leichter Wind, der uns aus Osten entgegenkommt, als wir die ziemlich gerade ostwestlich verlaufende Südküste Schwedens entlangfahren.
Nur zwei Landspitzen (Huks) kucken ein bisschen vor.
Dies hier ist Smygehuk, das den südlichsten Punkt Schwedens markiert. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel mit seinem kleinen Hafen und einem Restaurant und Informationszentrum im großen weißen Haus. Im Vorbeifahren sehen wir eine Erwachsenen-Gruppe und Schulkinder, die aus einem Bus kommend herumtoben.

Hinter Smygehuk sehen wir in der Ferne schon die Hafenanlagen und Silos von Ystad.
Wir sind heilfroh, nicht näher dran zu sein, als die superschnelle Katamaran-Fähre aus Bornholm herangedüst kommt.

Und da liegen wir schon, sogar mit Sonnenschein, an unserem Platz in Ystad.

Und so, ohne Nachbarn, bleiben wir lange liegen, obwohl immer mehr Boote hereinkommen! Hmm, komisch!
Wir sind am Steg das einzige Motorboot und noch dazu so ein ungewohntes!
Viele bleiben stehen und kucken es sich interessiert an. Und zwei Deutsche äußern auch, dass sie es richtig schön finden. Na gut!
Schließlich legt doch noch ein netter Niederländer neben uns an, der solche Boote ja kennt und sich länger mit uns darüber unterhält. Okay!

17./18./19. Juni Drei Landtage in Ystad!

Nicht, weil wir es so toll finden hier, bleiben wir so lange. Zu starker Wind und zu hohe Wellen hindern uns auszulaufen!
Aber wir genießen diese 'Ruhetage' durchaus. Beobachten das Hafenleben mit den ein- und auslaufende Booten, die teilweise ganz schön Mühe mit den Wellen haben; bummeln durch die Stadt und entdecken dabei immer wieder neue Ecken; arbeiten am Bericht, lesen oder faulenzen einfach.

Schicke Stein-Frisuren...

...schwupps, weg!

Einmal essen wir eine richtig leckere Kleinigkeit im schicken Restaurant, das am Anfang des Stegs vor dem Hamnkontor liegt. Es ist jeden Abend gut besucht, nicht nur von Seglern. Ganze Gruppen futtern und plappern laut und stehen hinterher auf dem Steg, um den Blick über Stadt, Hafen, Strand und See zu genießen, falls sie dazu noch in der Lage sind.
Links daneben ist eine Räucherei, aus der wir uns ein andermal duftenden warmgeräucherten 'Lax' holen.

Den Strand hatten wir nicht so schön in Erinnerung. Leider ist der Wind zu frisch, sodass wir nur mit den Füßen baden.

... oder von seinem anderen Ende auf Hafen und Stadt kucken.

Funde des ersten Tages: feines Strandglas und ein Goldschatz!
Letzterer in meinem Mund entdeckt!

So lernte ich eine nette Mitarbeiterin im Hamnkontor kennen, die mir einen Termin in der Tandläkare-Praxis ihrer Freundin Elisabeth (Man duzt sich nun mal in Schweden! Auch die fremde Zahnärztin!) besorgte. Nun habe ich Plastik-Ersatz für mein Gold im Mund. Aber richtig hilfsbereit und lieb waren sie alle!

Stadtbilder

Natürlich sind wir auch jeden Tag gern durch die Stadt gebummelt und haben sie so ganz gut kennengelernt.

Hier die schöne, belebte Hauptgeschäftsstraße, ...

... und als Kontrast dazu der stille Klostergarten ...

... sowie der ebenfalls früher von Klosterbrüdern angelegte, duftende Rosengarten.

Immer wieder trifft man in der Stadt auf diese ganz alten, langgestreckten Fachwerkhäuser aus den 1600er und 1700er Jahren (so ähnlich drückt man es auf schwedisch aus) . Es sind alte Kaufmanns-Höfe, die oft ein ganzes Straßenviereck umschließen, mit großem Tor für Pferdefuhrwerke. Jetzt sind darin kleine Geschäfte, Unterkünfte mit urigen Gaststätten, Museen oder wie hier eine Krukmakeri untergebracht.

Was uns diesmal aber besonders auffällt, sind die vielen Blumen, besonders Rosen, vor buntgestrichenen Hauswänden. Schön!

Montag, 20. Juni 16 Von Ystad nach Simrishamn

Bei nicht zu starkem, südwestlichem Wind verlassen wir Ystad.
Hinter dem Stadtgebiet beginnt im Osten eine grüne, hohe 'Wand', vor hunderten Jahren von der See aufgebaut.
Paraglider nutzen sie bei günstigen Winden gern. Sie begleiten uns bis zum östlichen Ende der 'Wand' beim kleinen Hafen Kaseberga. Hier fliegen sie gerade über die 'Steinsetzung' in Schiffsform, oberhalb des Ortes (über die Entstehungszeit wird gestritten). Schön ist es, den Sonnenuntergang dort oben zu erleben, wie wir es schon vor Jahren gemacht haben.

Kurz darauf gelingt mir dieser Schnappschuss!

Hinter Kaseberga endet die Wand und bald beginnt ein sehr schöner Sandstrand vor Kiefernwald, der in großem Bogen die südwestliche Ecke Schwedens umrundet.
Der Wind dreht südlicher und schiebt uns auf unserem Weg nach Norden mit kräftiger Welle vor sich her.

Skillinge und hier Brantevik, mit den ersten Felsplatten am Wasser, sind zwei kleine Häfen am Weg.

Yachthafen Simrishamn

Wir fahren, wie früher mit 'Ronja' auch, weiter zum netten Städtchen Simrishamn. Im Yachthafen treffen wir einige Segler wieder, die in Ystad mit uns gewartet hatten.

Wir mögen das Städtchen mit seinem niedlichen Namen, den niedlichen, bunten Häuschen in Hafennähe, dem Glass-Kiosk mit leckerem Eis und der kurzen Gågata (der Kringel gehört übers a und macht aus dem a ein o; ich krieg ihn aber nicht da hin).

Dienstag, 21.6. Landtag in Simrishamn

Gestern Abend fiel Tom auf, dass die Wasserpumpe, die den Druck für die Leitungen aufbaut, viel zu oft ansprang! Ein Blick in den Keller: Es sprüht tüchtig aus dem Wasserschlauch! Viel Wasser in der Bilge unter den Bodenbrettern hier und vorm Bad!
Ca. 30 Liter holt Tom mit einem großen Schwamm aus der Bilge! Der Schlauch wird notdürftig mit Tape repariert. Für die abendliche Wäsche und den Kaffee heute Morgen darf die Pumpe nur kurz angestellt werden.

Wir sind lange unterwegs, um zu Fuß von einem Baumarkt zum anderen zu laufen, natürlich außerhalb der Stadt; aber wir finden schließlich einen passenden Schlauch mit neuen Manschetten.
Auf dem Rückweg besichtigen wir die Kirche mit ihrem trutzigen Turm, einem gedrungenen Schiff und schön bunter Kanzel!
Und der Schlaucheinbau klappt!

Nachmittags dann der traditionelle Spaziergang nordwärts am Strand entlang zum Fischerhäuschen bei den interessanten Steinplatten dort hinten.

Ein malerischer, alter Ort finden wir!

Diese hellen Steine hier sind merkwürdig kantig und gespalten. Ganz anders als die glatten, runden Granitfelsen weiter nördlich.
In den kleinen Tümpeln suche ich nach Kaulquappen, wie wir sie schon einmal hier gesehen haben. Sind aber keine da.
Dafür entdecke ich plötzlich schwarze Punkte in langen Ketten! Laichschnüre!
Das sollen also erst Quappen werden!

Ach ja, und abends haben wir dann in einem Restaurant in der Gågata Lamm gegessen und EM gekuckt: Deutschland gegen Nordirland. Essen und Fußball passten nicht so gut zusammen! Aber immerhin gewonnen!

Mittwoch, 22.6. Von Simrishamn nach Hanö

Viele brechen heute aus Simrishamn aus; einige fahren südwärts, andere nach Osten in Richtung Utklippan, wenige wie wir und die holländische 'Zilvermeeuw' (Foto) nordwärts nach Hanö. Die kleine Insel gibt der großen, offenen Bucht, durch die wir jetzt fahren, ihren Namen.

Und da sind wir auch schon in dem überschaubaren, hübschen Hafen!
Eine schöne, sommerliche, erwartungsvolle Ferienatmosphäre herrscht hier. Übermorgen ist midsommar, da werden die kleinen Rasenflächen gemäht; alle Reifen, die die Boote von den Kaimauern abhalten sollen, sind frisch geweißt und es werden Reservierungsschilder für angemeldete Gastboote aufgestellt.

Die kleine Insel ist ziemlich hoch. Aus weiter Ferne kann man sie schon als Halbkugel im Dunst erkennen. Der hübsche Ort mit Hafen befindet sich auf der Westseite und ganz oben drauf thront der weiße Leuchtturm, dessen Licht 40 km weit reicht. (Oder waren es mehr?)

Wir sind heute zum 5. Mal hier und wandern wie immer zum Leuchtturm hinauf: an Holzhäusern mit blühenden Gärten vorbei, in deren Wiesen Margeriten-Inseln stehengeblieben sind; über steinübersäte Trockenwiesen, auf denen Rehe wild weiden (wenn sie sich nicht lieber schnell zwischen stacheligen Dornen verstecken); bis oben, wo man fast nur noch auf während der Eiszeit glattgeschliffenen Felsen geht. Und dann einen fantastischen Rundumblick hat!

Kaum waren wir übrigens im freien Gelände, nervte uns ein Vogel ständig mit lautem "Tschäk! Tschäk!", wobei er immer auf einen Stein oder Busch in unserer Nähe flog.
Ein Steinschmätzer, wie wir anhand dieses Fotos und des Vogelbuches feststellen konnten: auf dem Stein das Männchen, davor von hinten das Weibchen.

Oben beim Leuchtturm angekommen wird man mit einem fantastischen Rundum-Blick belohnt.
Irgendwo da in der Ferne liegt unsere zweite Lieblingsinsel neben Hanö. Sie heißt Tjärö, und zu ihr wollen wir morgen fahren, um übermorgen dort midsommar zu feiern.
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