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Von Hanö nach Borgholm auf Öland




Stationen des 2. Reiseabschnitts:

Hanö
Karlshamn
Tjärö (Schäre)
Karlskrona
Kristianopel
Kalmar
Borgholm auf Öland

Donnerstag, 23.6. Von Hanö nach Tjärö

Am nächsten Morgen, als ich die Luke über meinem Bett öffne:
weißer Mast vor wolkenlos blauem Himmel; schlaffe Wimpel, also wenig Wind!
Prima Voraussetzungen für die Fahrt heute.

Ich nehme ein äußerst ungewünschtes Geschenk von der Insel mit, auf das ich mich, trotz besseren Wissens, nicht durch Impfung vorbereitet habe: ZECKEN!
Die kriegt man hier häufig, wohl durch die Rehe weitergegeben.
Tom und ich untersuchen uns aus diesem Grund immer sehr genau!
Heute Abend auf Tjärö werde ich 3 Zecken (schwedisch: fästing) an mir finden, morgen früh 2 kleine und morgen Abend 2 sehr kleine! Letztere lassen sich nur mit Pinzette greifen, die anderen kommen gut mit Zeckenkarte heraus. Anschließend wird flüssiges Betaisodona auf die Stelle getröpfelt. Ich hoffe, es bleibt nichts zurück!

Hej hej, Hanö!

Da verschwindet es langsam im Dunst.

Bevor wir Tjärö ansteuern, müssen wir uns in Karlshamn noch mit Grillgut und anderen Lebensmitteln eindecken, denn wir wissen nicht, ob es den kleinen Lebensmittelladen auf der Insel noch gibt.

Mittsommerlich geschmückt präsentiert sich die Stadt.
Sie liegt am westlichen Beginn des Blekinge Skärgardens, der sich von hier nach Osten bis Karlskrona und zum kleinen Hafen Torhamn erstreckt.

Und da haben wir schon die ersten kleinen Schären!
Wenn sie nicht gerade Vogelschutzgebiet oder bewohnt und Privatgrund sind, kann man überall anlegen, wo Fels und Wind es möglich machen.

Jetzt geht das am Anfang doch ziemlich anstrengende 'Stangen-Finden' los!
Sie markieren den sicheren Fahrweg zwischen den Inseln und kleineren Felsen hindurch, die sich manchmal knapp unter der Wasseroberfläche nur durch Wellenbewegung verraten, oder von denen gar nichts sichtbar ist.
Tom folgt am Steuer dem rotgestrichelten 'Farleden' auf dem Plotter und ich folge dem Weg auf der Karte, suche mit Fernglas die Stangen und hake sie ab, wenn wir sie hinter uns gelassenen haben.

Freudig biegen wir nach gar nicht langer Fahrt in die Bucht ein, in der Tjärös langer Anlegesteg liegt.
Aber oh Schreck! Er ist proppenvoll! Kein Platz mehr für uns! Und der Landbereich dahinter sieht ungewohnt aus. Da sind neue, große Häuser entstanden, an denen noch herumgehämmert wird.

Nach längerem Suchen finden wir auf der Rückseite der nordöstlichen Halbinsel von Tjärö an sehr steilem Fels einen windgeschützten Platz.
Wir kennen den Fels! Hoch oben drauf haben wir schon einmal an einem schönen Abend gegrillt! Und dort hinten legt die kleine Fähre an, die vom nahen Campingplatz Järnavik kommt, auf dem wir schon einmal mit einem gemieteten Wohnwagen standen.

Das Anlegen war übrigens ziemlich schwierig; hätten wir allein nicht geschafft!
Aber die zwei Schweden von den Nachbarbooten haben Tom mit Rat und Tat zur Seite gestanden.
Hinter der kleinen Felskante dort...

...ist eine Spalte, in die mit Hammerschlägen breite, kräftige Stahl-'Nägel' getrieben werden, an deren Ösen oder Ringen der Festmacher (= Anlegetau) gebunden wird.
Vorsichtshalber sollte Tom bei unserem schweren Boot gleich zwei Nägel einschlagen, sagen sie. Tack så mycket för hjälpen!

Hier sieht man, wie steil der Fels ist! Man muss sich vorsichtig bewegen, um nicht abzurutschen.
Drei weitere Boot kommen noch dazu.

Es wird gebadet, und dann macht man es sich mit Bierchen auf dem Fels bequem.
Wir unternehmen einen Erkundungsgang!
Auf und ab geht's über Felsen und Wiesenstücke zum Fähranleger und weiter zum Hauptanlege-Steg.

Wie merkwürdig, wie anders als wir es in Erinnerung haben!
Beim ersten Mal mit 'Ronja' (2003) lagen hier nur drei kleinere Motorboote mit Bug zum Steg unauffällig zwischen allen Seglern.
Beim letzten Mal (2006) lagen beim Landzugang 6 -7 dieser großen, modernen Flitzer, alle anderen waren noch Segler,...

... während jetzt diese großen Brummer überwiegen, wobei sie ihr offenes Heck, mit leichtem Übertritt zum Steg, und ihren schicken Salon präsentieren!
Da liegen wir doch lieber am steilen Fels mit freiem Blick in die Natur.

Und abends wird oben auf unserem Fels gegrillt!

Freitag, 24.6. Midsommarafton auf Tjärö

Die Boote in der Bucht uns gegenüber sind mit Wimpelleinen geschmückt.

Bei unserem neuen Nachbarboot 'Blå Fågel' ziert Birkengrün den Bug und das Cockpit bekommt Rosen und Kornblumen- Schmuck.
Frau 'Blå Fågel' (Ich hoffe, es stört sie nicht, dass ich sie so nenne, aber ich weiß ihren Namen nicht!) freut sich darüber, dass ihre Enkelin sich einen schönen Kornblumenkranz geknüpft hat und nun auch ihrer Mutter noch einen schenken will. Toll, wie sie das kann!

Bei Schulzis gibt's auch ein bisschen Blumenschmuck!
Die Kornblumen, auf schwedisch 'blåklint', wurden mir von drüben als Geschenk herübergereicht! Tack så mycket!
Die kleine Midsommarstång wird in jedem Jahr an midsommar aufgestellt, ob wir nun in Bornhöved, an der Müritz, in den Niederlanden oder sonst wo sind.

14.15 Uhr Jetzt aber flott hinüber zur Festwiese!

Ah, in der alten Scheune bei der Festwiese gibt es eine tolle, mehrstöckige Erdbeertorte!

Mmmh! Superlecker!

Da wird schon die schön geschmückte Midsommarstång aufgerichtet, ...

... alle Drumherum-Lagernden mit Musik herangelockt ...

... und dann geht der Tanz los!
Als sich die Kreise bilden, frage ich einen etwa 8jährigen Jungen neben mir, ob er mit mir tanzen will. Er sieht asiatisch aus, vielleicht indonesisch, und zögert. Aber Mama nickt und strahlt, als er mir die Hand gibt.
Meine Frage, ob er "Små grodorna" kennt, verneint er. Da geht das Lied auch schon von allen laut gesungen los. Er findet es lustig, Frosch-Ohren und -schwänze, die sie ja nicht haben, wackeln zu lassen und quakend im Kreis zu hüpfen.

(Der Pfeil zeigt auf meinen Kopf. Von ihm sind leider nur eine paar schwarze Haare weiter links zu sehen.)

Beim nächsten Lied waschen wir Wäsche, aber als sie aufgehängt wird, verkrümelt er sich.
Ich mich dann auch bald.

Tom und ich steigen einen kleinen Hügel hinauf zum Haupthaus des einst bäuerlichen Anwesens, das jetzt als Reception und Restaurant dient.
An vielen Stellen der Insel stehen kleine und größere rote Häuser auf schönen Naturgrundstücken, die ganz oder teilweise preiswert mit wenig Komfort zu mieten sind. Besitzer von Tjärö ist oder war die 'Svensk Turistforening', die darauf achtete, alles so ursprünglich wie möglich zu bewahren. Es soll aber jetzt an einen anderen Investor verkauft worden sein. Schade, da wird wohl ein Teil von Tjärös Charme verlorengehen.

Auf schönem Spazierweg zum felsigen südöstlichen Teil der Insel.

Unser Liegeplatz vom Fähr-Ufer aus gesehen.

Eine Fähr-Fahrt der etwas anderen Art, die wir um 22.30 von Bord aus beobachten.

Ende des schönen Midsommar-Tages.

Samstag, 25.6. Von Tjärö nach Karlskrona

Bevor wir am nächsten Morgen ablegen, frage ich unsere liebe Nachbarin, die gern und gut mit uns deutsch gesprochen hat, ob sie ein bisschen deutsch lesen möchte. "Ja, gerne!" antwortet sie freudig und ich gebe ihr unsere E-Mail-Adresse.
Ihr Sohn tippt sie ins Handy und schon sind sie drin in unserem Reisebericht.

"Liebe Frau 'Blå Fågel', es war schön mit unserem 'Boreal' neben Ihrem Boot zu liegen und sich so nett mit Ihnen zu unterhalten! Vielen Dank! Und noch viel schöne Zeit auf 'Blå Fågel' "!

Auf dem Weg nach Karlskrona müssen wir wieder aus dem Schärenbereich heraus und eine ganze Strecke über offene See fahren, zum Glück bei wenig Wind!
Dies gelbe Zeug hier im Wasser gefällt uns nicht. Es sind wohl Algen. Hoffentlich keine ungesunden.

Die Hasslö-Brücke hat uns mit 'Ronja' oft zum Warten gezwungen, da sie nur zur vollen Stunde öffnet.
Heute legen wir schnell den Mast und sausen hindurch auf Karlskrona zu.

Karlskrona, Weltkulturerbe-Stadt aufgrund seiner Jahrhunderte alten Werft-Tradition. Die Stadt besitzt ein sehr gutes Schifffahrtsmuseum, das wir uns beim letzten Besuch vor 10 Jahren angesehen haben.

Der 'Godnatt'-Turm, früher Wach- und heute Leuchtturm, bleibt bei der Einfahrt an Steuerbord.

Noch immer werden hier Militärschiffe gebaut und sind hier stationiert.

Die ansprechende Shopping-Straße mit teils prächtigen Gebäuden, die jetzt am späten Mittsommer-Samstag geschlossen haben.
Aber ein großer Supermarkt beim Kaufhaus Ahléns hat zum Glück noch offen.

Der zentrale Platz an höchster Stelle der Stadt, mit zwei Kirchen und dem Rathaus, heute weit und leer. Wir haben ihn aber schon mit einem schönen, großen Markt erlebt.
Weshalb sich der Weg hier herauf aber auf jeden Fall lohnt: ...

... diese Eisdiele! Fast immer haben wir hier Warteschlangen erlebt. Es schmeckt einfach zu gut, wie nicht nur wir meinen.

Sonntag, 26.6. Von Karlskrona nach Kristianopel

Zuerst ein bisschen geschützte Schärenfahrt, dann hinter Torhamn mit wildem Geschaukele und Gespritze (Schon wieder Fenster putzen nötig!) hinaus in die Wellen des Kalmar-Sundes!
Wieder haben wir es mit der alten Welle des nächtlichen Starkwindes aus Süd-Südost zu tun. Jetzt kommt der gar nicht mehr so starke Wind aus Südwest, durch Land abgedeckt. Aber diese alte Welle! Ich mag gar nicht nach hinten kucken! Sie hebt unser Heck und schiebt uns so nordwärts, dass wir manchmal sogar ein bisschen ins Surfen kommen. Wir gewöhnen uns an die Bewegung und Tom lässt schließlich sogar den Autopiloten steuern. Doch nicht so schlimm!
Trotzdem Aufatmen, als wir uns im kleinen, hübschen, friedlichen Hafen von Kristianopel an den Kaffeetisch setzen!

Das winzige Städtchen wurde in den 1600er Jahren vom dänischen König Kristian IV als Residenzstadt gegründet (die südlichen Landesteile des heutigen Schweden waren damals noch dänisch) und wurde dann Garnisonsstadt mit vielen Soldaten, die Übergriffe der Schweden auf dänisches Gebiet verhindern sollten. Zu diesem Zweck wurde die gesamte Stadt durch eine dicke, hohe Mauer geschützt. Hat aber nichts genützt. Einige Jahrzehnte später eroberten die Schweden die Stadt und bald auch die dänischen Provinzen Schonen, Blekinge und Halland.
Nur die alte dänische Mauer gibt es noch zum großen Teil. Man kann darauf herumspazieren vom Hafen aus, um einen großen Campingplatz herum,

... an der Badestelle vorbei,

... bis zur Kirche.

Diese hat ähnliche Dimensionen wie unsere Bornhöveder Kirche, auch ein flaches Balkendach und die Empore hinter uns über der Orgel.
Aber so einen prächtigen Altar mit besonderem Wandgemälde haben wir nicht! Als königliche Residenzstadt brauchte man das aber wohl.

"Folge Michael Helgesson auf einer Wanderung vierhundert Jahre zurück in der Zeit und lausche den Erzählungen über die 1600er-Jahre-Stadt, die einst der Stolz des dänischen Königs war und Schutz gegen Schweden."
Nein, wir haben die Wanderung nicht mitgemacht, sondern uns über diverse Tafeln informiert. Fast alles atmet hier eine liebevoll Altes bewahrende Atmosphäre aus.

Der Hafen ...

... mit seiner Umgebung,

... die großen roten Holzhäuser, in denen bis vor einigen Jahren noch eine Gästgiveri untergebracht war, in der wir mit guter Hausmannskost bewirtet wurden,

... auch die kleineren Häuser, allesamt aus Holz und von herrlichen Rosenstöcken eingerahmt.

Als ich dieses Foto vom nördlichen Ende des ganz dörflichen 'Städtchens' gemacht habe, ...

... entdecke ich weit draußen diese merkwürdige Schiffsformation, die auf den Hafen zukommt. "Der muss manövrierunfähig sein!" meint Tom.

Stimmt fast. Das Ruderblatt ist gebrochen. Deshalb musste das hintere kleine Sjöräddnings-Boot die Yacht auf Kurs halten, während das Große zog.

Am Hafen zieht und schiebt das kleinere Boot die Yacht dann an die Kaimauer. Glück gehabt! Gut ausgegangen! Jetzt müssen die beiden Segler auf einen Monteur warten und hoffen, das es repariert werden kann.

Dienstag, 28.6. Von Kristianopel nach Kalmar

Ein anfangs mäßiger, später mal wieder kräftig aufdrehender Wind hilft mit, uns auf Kalmar zuzuschieben.
Die Stadt gibt dem einige Kilometer breiten Kalmar-Sund zwischen dem Festland und der Insel Öland den Namen. Hier wird der Sund ganz eng, sodass man die Insel über eine Brücke erreichen kann.

Das Schloss südlich vor der Stadt, den Sund bewachend: trutzig, prächtig, durch tiefe Gräben und hohe, mit vielen Kanonen bestückte Wälle bestens geschützt! Es ist wohl auch nie eingenommen worden.

Unser Liegeplatz gegenüber dem Eingang in die Innenstadt, mit Wasserturm, kleinem Park, großem Hotel und einem Teil der Stadtmauer (rechts). Größere und höhere Teile der dicken Mauer mit altem Tor sind weiter westlich zu finden.
Der Hafen ist noch ziemlich leer, denn wir gehörten ja zu den ersten, die aus Süden kamen. Aber er füllt sich schon noch, wobei uns manches 'Hafentheater' vorgespielt wird.

Auf in die Stadt, die wir von früheren Besuchen recht gut kennen.
In dieser bewimpelten Hauptgeschäftsstraße finden wir das kleine, altmodische Kaffee-, Tee- und Käsegeschäft wieder , wo wir den uns bekannten, lecker schmeckenden Präst-Ost (Priester-Käse) erstehen.
Unseren zur Neige gehenden Weißwein wollen wir im 'System Bolaget' auffüllen, der einzigen Stelle, wo man in Schweden Alkohol kaufen kann. Aber da finden wir nichts Gescheites und zu teuer wäre es auch.

Der Larm-Torget, (= Alarm-Markt, warum auch immer er so heißt), mit Denkmal und netten Cafés

Partie am Stortorget (= Großmarkt) mit einem Teil der Domkirche, die der Schloss-Kirche in Stockholm nachempfunden ist. Hier haben wir früher einmal eine interessante Führung über Teile der Gewölbe und des Daches gemacht.
Der Markt ist wirklich groß, kahl und windig, wenn nicht gerade Markttag ist.

Altes Stadthaus aus Holz, wie es hier einige gibt.
Abends bummeln wir noch mal in die Gamla Stan, die Altstadt, in der Nähe des Schlosses, mit kleinen bunten Holzhäusern, wie wir sie ja schon öfter gesehen haben.

Die Landseite des Schlosses mit Burggraben und Kanonen
Zur Besichtigung ist es zu spät.

Im Park beim Schloss treffen wir auf diese erstaunlich wenig scheue Kanada- Gänse-Familie.

Mittwoch, 29.6. Von Kalmar nach Borgholm auf Öland

Weiter geht es nordwärts durch den Kalmar-Sund.
Ganz klein kann man unter der Brücke die Domkirche erkennen.

Schön glatt ist das Wasser! Kein Wind.
Wir wechseln bald zur östlichen Seite des Sundes und kucken uns im Vorbeifahren das bewaldete Ufer Ölands an mit kleinen Stränden, Ferienhäusern und zwei kleinen Häfen an.

Kurz vor Borgholm, der Hauptstadt der Insel Öland , zwingen uns gelbe Warntonnen ca. 1 km Abstand vom Ufer zu halten.
Da gibt es nämlich ein besonderes Gebäude, dem man sich nicht nähern darf. Ich ziehe es mir mit Tele nah heran:
Die königliche Sommer-Residenz "SCHLOSS SOLLIDEN" !
Daran dass keine großen schwedischen Flaggen darüber wehen, erkennen wir, dass die königliche Familie noch nicht anwesend ist.

Beeindruckender, weil als riesiger Klotz über die Bäume herausragend, und schon lange sichtbar ist dieses Gebäude: BORGHOLM SLOTTSRUIN

Noch einmal um die Ecke herum, dann sind wir im Hafen von Borgholm, der Hauptstadt der Insel Öland. Es ist eine kleine Stadt. Hier die kurze Hauptstraße mit eher einfachen Geschäften und Lokalen, auf Touristen ausgerichtet, so wirkt es zumindest auf uns.
Im Hafen treffen wir auf bekannte Boote: die 'Zilvermeeuw' aus NL und den 'Lübschen Adler', von Ystadt und Hanö her bekannt.

Am südlichen Rand der Stadt, zum Sund hin gelegen, gibt es einige sehr schöne, alte Holzvillen.
Wir kommen an ihnen vorbei, als wir uns mit Rädern auf den Weg hinauf zur Burg machen.

Die Burg, aus einem Wehrturm des 12. Jhdts entstanden, wurde immer mehr erweitert und war von strategischer Bedeutung in den Kriegen zwischen Schweden und Dänemark (1600er Jahre).
König Karl X. Gustav holte sich in dieser Zeit den in Stralsund geborenen Baumeister Nicodemus Tessin d.Ä. und ließ ihn die Burg in ein Barock-Schloss umbauen.
Seit Anfang der 1700er Jahre verlor das Schloss an Bedeutung und verfiel teilweise. 1806 wurde es durch einen Brand zerstört. Nur die Aussenmauern blieben stehen.

Oha, sind das dicke Mauern mit mehreren Toren, die vor Feinden verschlossen werden konnten. Animiertes Pferdegetrappel begleitet uns in die Burg hinein.

Beeindruckend: der große Innenhof und die dreistöckigen Wände!
In einigen Bereichen sind heute wieder Decken eingezogen. Durch das ursprüngliche, 'mächtige', vollständig erhaltene Treppenhaus kommen wir nach oben.

Einige Räume dienen als Museum, in dem die Geschichte des Schlosses dargestellt wird. Hier sein Aussehen während der Renaissance-Zeit.

Auch über das Leben bedeutender schwedischer Könige, wie hier Gustaf Adolph der Große, erfährt man einiges.

Wir fahren vor Schreck zusammen, als in einem dunklen Raum plötzlich mit Kanonendonner ein Feuer ausbricht! Uff! Nur animiert!

Konzerte und Kunstausstellungen gibt es im Schloss. Dies ist das Werk eines schwedischen Künstlers, der in seine Gemälde ein Stück beleuchtetes Glas setzt und jeweils den Mond durch ein kleines 'Loch' hell leuchten lässt.

Filigranes Kunstwerk seiner asiatischen Frau aus vielen Seidenpapier-Schwänen.

Eigentlich wollten wir uns auch das Schloss "Solliden" ansehen, aber es ist schon zu spät für eine Führung, die sowieso nur durch die sicher schönen Gartenanlagen führt.
Hier das Eingangstor.

Blick von der Burg auf den Hafen.
Der kleine Stummel links am Horizont ist ein ehemaliger Leuchtturm, an dem wir morgen vorbei wieder auf die Festlandseite fahren werden.
Die bläuliche Schiebe über dem hohen Mast ist die 'Blå Jungfru', eine nicht sehr große Insel am nördlichen Ausgang des Kalmar-Sundes, die wir in den nächsten Tagen unterwegs immer wieder sehen werden.
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