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Stockholm

Hier im Reiseteil 5 habe ich die uns wichtigsten Fotos von Stockholm zusammengestellt. Nicht nur die von der diesjährigen Reise, sondern auch ein paar von unserem Stockholm-Aufenthalt 2006, als wir mit unserer Segeljacht 'Ronja' hier waren.


Plan der zentralen Stadtviertel von Stockholm

1. Am rechten Rand in der Mitte liegt die Insel DJURGARDEN, an der rechts unten bei dem leider unscharfen Wort 'RYSS VIKEN' unser Bootshafen liegt. Von hier aus erkunden wir die Stadt mit Tram, per Rad oder zu Fuß.

Blick auf den Navishamn, in dem wir zum 2. Mal liegen.
Hier sieht man, dass Djurgården, auf der in früheren Jahrhunderten die schwedischen Könige jagten, rechts von dem hellen Haus noch deutlich weiter geht, bis zu der schmalen Stelle, von der alle Boote kommen. Sie ist also etwa doppelt so groß wie auf dem Plan.
Die Stockholmer joggen, radeln, reiten, spazieren und picknicken hier gern. Und auch wir haben sie wieder per Rad, immer am Wasser entlang, umrundet.

Das helle Haus vor dem Hafen auf einem Felsvorsprung war die Residenz des schwedischen Prinzen Eugen, Sohn des Königs Oskar II. Der Prinz lebte hier bis zu seinem Tod 1947. Er war Maler und Kunstsammler und vermachte der Stadt das Gebäude samt Park mit vielen Kunstschätzen, die man besichtigen kann.
Wir verzichten heute darauf.

Aber wir bummeln durch den Garten und entdecken diese nette Skulptur des jungen Carl von Linné, des berühmten schwedischen Botanikers, dessen Name einem in Schweden immer wieder begegnet.
Übrigens auch in Leiden in Holland, wo er eine Professur an der Universität hatte.

Den Aufstieg zur Terrasse hier oben lasse ich mir auch nicht nehmen, denn hier sitzt ein sehr nachdenklicher Bursche : die originalgroße Kopie der Skulptur "Der Denker" von August Rodin! Beeindruckend!

Nicht weit von der Residenz gibt es das kleine, hübsche Rosendals Slott, einst Sommerresidenz König Karls XIV. Johan, das mit seiner Originalausstattung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts besichtigt werden kann. Eine große Gartenanlage, in der eine Vielzahl Blumen, Obst- und Gemüsesorten, darunter auch weniger bekannte Arten, ökologisch angebaut und verkauft werden, gehört dazu.

Bei unserem Hafen endet der beschauliche, grüne, erholsame Teil Djurgårdens. Der Rest in Richtung Stadt ist recht rummelig.
Da gibt es auf einem hohen Hügel das Freilichtmuseum SKANSEN, in dem alte Gebäude aus ganz Schweden zusammengetragen wurden. In einigen davon sind freundliche junge oder ältere Damen in alter Tracht bei der Arbeit und geben gerne Auskunft über 'ihr damaliges Leben'. Von den vielen nordischen Tieren entdecken wir nur zwei liegende Elchkühe, einen Uhu, einen planschenden Otter und kurz mal einen Luchs in ihren Gehegen.

Die große Show-Tribüne und die anscheinend sehr bekannte Sängerin mit Band, die abends ihre Show auf der Bühne im Park zeigen soll, scheint bei unserem Besuch die größte Attraktion des Parks zu sein. Schon nachmittags sammeln sich Menschenmassen mit Kind und Picknick drum herum.
Wir dürfen vom Boot aus die Show mithören. Leider! Bis zum späten Abend dröhnt es vom Berg auf uns herunter!

Die andere große Attraktion: der Vergnügungspark GRÖNA LUND! Auch hier dürfen wir uns mit-vergnügen. Können aus der Ferne zusehen, wie kleine Menschen im Kettenkarussell schnell herumsausen und dabei immer höher am Turm hinaufkommen.
Bei den beiden seitlichen Türmen werden Menschengruppen in Kabinen mit Blick nach unten hochgezogen und dann plötzlich 'fallengelassen'! Hin und wieder bringt uns der Wind die Schreie der 'Armen'!

Vasa-Museum und Nordisches Museum

Auf der westlichen Seite Djurgårdens, die zur Stadt hin zeigt, gibt es eine Reihe kleinerer und größerer Museen, von denen das VASA-MUSEET, links (mit der unter größten Schwierigkeiten gehobenen originalen Galeone "Vasa", die 1628 kurz nach ihrem Stapellauf voll ausgerüstet und bemannt südlich von Djurgarden im Hafenbecken gesunken war) und das NORDISKA MUSEET, rechts (Geschichte des schwedischen Volkes) sicher die interessantesten sind. Das Gebäude des Nordischen Museums vom Ende des 19. Jhdts. sieht aus wie ein Schloss und gilt als eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt.

Der Yachthafen davor ist der VASA-Hafen, der bekannteste und wohl auch bei den meisten Bootsleuten beliebteste Sportboothafen Stockholms. Vielleicht hat er nicht so viel Schwell wie unserer, aber ich finde es drumherum etwas schmuddelig und laut. Auch dass jeder freien Zutritt hat finde ich nicht gut, vor allem da wir 'Boreal' ja 10 Tage allein liegen lassen.

Im kleinen Park JUNIBAKKEN nahebei werden die Figuren und Geschichten dieser Dame lebendig. Astrid Lindgren sitzt vor dem Eingang und freut sich auf kleine Zuschauer, die Pippi, Kalle Blomquist, Ronja Räubertochter und andere ihrer kleinen Helden besuchen wollen.

Blick von 'Djurgårdsbron' auf Strandvägen und Nybroplan

Wenn man über 'Djurgardsbron' (= Brücke) die Insel verlässt und nach links fährt, befindet man sich gleich auf der prächtigsten Straße der Stadt, dem STRANDVÄGEN (rechts), mit seinen stattlichen, prachtvoll dekorierten Gebäuden, darunter Hotels, ausländische Niederlassungen und Juristische Societäten, etc.
Hier legen kleine Touristenboote, große Ausflugsboote (z.B. in Stockholms Skärgarden), und für Veranstaltungen zu mietende Boote an und ab und Rundfahrt-Busse beginnen hier ihre Touren. Es sind natürlich auch viele Fußgänger unterwegs, teils zielstrebig, teils bummelnd sich das Treiben auf dem Wasser ansehend.
Wenn wir hier mit unseren Rädchen entlangsausen, müssen wir schon immer vorausschauend auf Querläufer achten. Zum Glück ist der Radweg sehr breit.

Auf denTreppenstufen am Nybroplan, im Scheitel der Bucht, haben auch wir gern Eis schleckend eine Pause eingelegt, bevor wir weiter zur Altstadt fuhren, bzw. auf dem Foto als wir aus der Stadt zurück kamen.

Immer am Wasser entlang, am Nybrovikkajen, umrundet man die Halbinsel Blasieholmen, an deren östlicher Spitze das NATIONALMUSEUM liegt. Da wollten wir hin, um Bilder von Carl Larsson, Anders Zorn (dessen herrliche, ausdrucksstarke Bilder über schwedisches Leben ich auf einer Ausstellung in Lübeck bewundert hatte), Rembrandt und andere Holländer sowie Picasso und, und ... anzusehen. Leider wurde das Museum gerade renoviert. Nur eine keine Ausstellung war in die Kunstakademie umgezogen. Schade!

Blick auf Gamla Stan, die Altstadt

Von Blasieholmen spaziert oder radelt man nur noch um eine kleine Bucht herum und schon ist man am Schloss und in der Altstadt.

2006, bei unserem ersten Besuch hier mit 'Ronja', haben wir uns das Radeln erspart, indem wir vom Vergnügungspark aus mit einer kleinen Fähre zur GAMLA STAN hinüber fuhren.
Die Insel verbindet die nördlichen Stadtteile mit dem südlichen Södermalm.
Links die durchbrochene Spitze der Riddarholm-Kirche, das in seinen Ursprüngen älteste Gebäude der Stadt, in dem die meisten schwedischen Könige ihre Grabstätte gefunden haben.
In der Mitte die Tyska Kyrka (Deutsche Kirche) und rechts die Storkyrka (Große Kirche, Dom) neben dem 'eckigen Kasten' des Schlosses.

Gamla Stan, Västra Långgatan

Aus dieser rummeligen 'Westlichen Langstraße' mit Kitschgeschäften haben wir uns schnell in ...

... ruhigere Nebenstraßen der Altstadt verdrückt.

Und unbedingt musste wieder eine kleine Pause am schönsten, dreieckigen Altstadt-Plätzchen unter der Kastanie gemacht werden, an das wir uns gut von unserem Aufenthalt 2006 erinnern.

Die Deutsche Kirche, auf deren Turmumgang oben wir von hier unten Menschen sehen. Da wollen wir auch rauf! "Darf man nicht, da sind nie Menschen oben" sagt man uns. Na sowas.

Storkyrkan, der Dom der Stadt

Den Turm der STORKYRKAN hätte man besteigen und sogar eine geführte Dachwanderung machen können; das erfahren wir aber erst hinterher.
Ihre Anfänge gehen auf das 12. Jahrhundert zurück, sie brannte jedoch einmal ab und wurde auf und mehrmals umgebaut. 1740 wurden die ursprünglich 'gotischen Fassaden dem barocken Zeitgeschmack entsprechend umgestaltet, um sie dem benachbarten Palast anzupassen.'

Prachtvoll vergoldete Kanzel und zwei goldbekrönte königliche 'Logen'.

Beeindruckende Skulptur aus Eichenholz: ,Der Heilige Georg und der Drache' vom Lübecker Künstler Bernt Notke 1489 gestaltet. Sie zählt zu den wertvollsten mittelalterlichen Kunstwerken Nordeuropas.

Stortorget

Nur wenige Schritte vom Dom entfernt stehen diese Häuser am Mittelpunkt der Stadt, am Großmarkt. Sie sind wohl die am meisten fotografierten Gebäude in Stockholm und zieren Ansichtskarten, Tabletts und allerlei Kitschsachen. Aber der Platz ist eigentlich auch ganz gemütlich - trotz des Namens nicht zu groß, mit Brunnen, Sitzbänken und netten Kaffees - ,wenn er nicht so voll wäre.

An seiner nördlichen Seite steht das ehemalige Rathaus, heute Sitz der 'Königlich Schwedischen Akademie'. In seinem ersten Stock befindet sich das Nobel-Museum. Die Nobelpreise werden allerdings nicht hier, sondern im Stockholmer Konzerthaus feierlich verliehen.

Das Königliche Schloss

Wir haben 'Kungelige Slottet' an unserem ersten Abend in Stockholm (nach dem langwierigen Kauf unserer Fahrkarten nach Lübeck an der Central Station) von der nördlich von Gamla Stan liegenden modernen City durch die Hauptgeschäftsstraße Drottninggatan (Foto) kommend angesehen.
Dort voraus geht es über eine Brücke auf zwei Torbogen-Reihen zu, zwischen denen sich das Riksdagshuset befindet, das schwedische Parlament.

Hat man den zweiten großen Torbogen hinter sich, erstreckt sich links von einem die lange, etwas eintönige hohe Wand des Schlosses.
Um es ganz draufzukriegen, sind wir eine Brücke weiter gegangen.
Ah, da haben wir es fast in voller Breite.
Man kann über die schrägen Rampen hinaufgehen und wie Kronprinzessin Viktoria, frisch vermählt mit ihrem Daniel, über die Balustrade zum Volk hinunterwinken.
Das Schloss dient heute in erster Linie Verwaltungs- und repräsentativen Zwecken. Man kann verschiedene Bereiche davon besichtigen, was wir aber nicht gemacht haben.
2006 haben wir uns den Wachwechsel angesehen, mit zackigen Bewegungen, lauten Rufen und schmissiger Musik. Das war schon beeindruckend.

Die königliche Familie wohnt nicht hier. Ihre Residenz ist das Schloss Drottningholm westlich der Stadt im Mälarsee. Auch dies kann besichtigt werden.
Wie ich einer schwedischen 'Bunten' entnehmen konnte, weilt die Familie zur Zeit wie jeden Sommer auf Öland.

2006 haben wir die schöne 'SALUHALL' im angesagten nordöstlichen Stadtteil Östermalm angesehen, der sich vom prächtigen Strandvägen den Hügel hinaufzieht. Leider habe ich sie damals nicht von außen fotografiert, weshalb die Einkaufstüte als Bild herhalten muss.
Auch dieses Jahr kann ich nichts Besseres bieten, denn die Markthalle ist für ihre Renovierung eingerüstet und in ein provisorisches Gebäude davor umgesiedelt.

So sah sie damals von drinnen aus und wird sie wohl bald wieder aussehen: Lebensmittel aller Art in großer Vielfalt und bester Qualität vom Feinsten. Dazu in edlem Ambiente aus den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts!
Nicht schlecht, ja, ansehenswert, aber sehr teuer!

Das Ambiente ist heute im Provisorium ein ganz anderes, modernes, aber was oben über die Lebensmittel und den Preis steht, trifft auch hier zu.
In Restaurants in den Hallenecken kann man hier sehr gut speisen.

Für Bootsfahrer gut zu wissen: In der Kommendörsgata, 2. Querstraße hügelauf von der Saluhall, gibt es einen YACHTAUSRÜSTER. Hier haben wir unsere Ruckfender gekauft, die an jedem Liegeplatz im Einsatz sind und das Schaukeln sanfter gestalten.

Södermalm

Am letzten Tag unseres Aufenthalts in Stockholm wollen wir nach Södermalm, dem großen, südlichen Stadtteil auf hohem, steilem Ufer.
Radelnd sausen wir um alle Buchten und an Gamla Stan entlang bis ...oh,
wir hier an einer Riesenbaustelle landen.
Der Bereich, an dem Södermalm mit Gamla Stan verbunden ist mit Straße, Schnellstraßentunnel, Bahn und U-Bahn, ganz zu schweigen von Fuß- und Radwegen, wird wohl radikal umgebaut!
Aber man hat zum Glück gute Ersatz-Wege für uns angelegt, sodass wir flott ans andere Ufer des Gewässers kommen. Es ist übrigens Wasser des Mälarsees, das hier über ein Wehr in die Ostsee fließt.
Das Foto habe ich vom oberen Zugang zum Katarina-Hissen (=Fahrstuhl) aufgenommen. Dieser funktioniert aber nicht, solange dort unten gebaut wird, deshalb mussten wir unsere Rädchen über diverse Treppen nach oben schleppen.

Södermalm ist aus einem Fischerdorf hervorgegangen. Auf der Höhe, nahe der - leider eingerüsteten Katarinakyrka -, findet man noch eine Fiskaregatan mit kleinen roten Häuschen.
Diese hübschen Holzhäuser gehörten sicher wohlhabenderen Bewohnern.
Hinter dem Zaun dort hinten gibt es eine Aussichtsplattform mit tollem Blick über die Stadt.

Blick über Gamla Stan von obengenannter Plattform.

Die Halbinsel Blasieholm mit dem teilweise eingerüsteten Nationalmuseum.

Zum Abschluss noch einmal ein Blick von Södermalm auf unseren Hafen und die Djurgården-Insel.
Morgen werden wir Stockholm und 'Boreal' Tschüs! sagen, vom Hafen aus das Wasser überqueren und gegenüber durch einen Kanal zur Schleuse in den Mälar fahren.
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