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Von Arkösund nach Tjärö

Bisher stand hier oben in der Überschrift "...nach Hanö".
Da aber viel Wind aus Süd-Südost erwartet wurde , hätten wir zu lange auf Hanö festgelegen, hätten von dort nicht weitergekonnt.
Wir beschlossen deshalb vor der Abfahrt von Tjärö, an Hanö vorbeizufahren und Ahus anzulaufen, das wir noch nicht kennen.
Ob das geklappt hat, seht ihr im nächsten Reise-Abschnitt.

Häfen und Schärenplätze auf dieser Strecke:


Do., 11.8.16 Von Arkösund nach Fyrudden

Es ist noch immer kühl, aber der Wind hat deutlich nachgelassen. Wir können los!
Bei strahlend blauem Himmel verlassen wir Arkösund.
Es geht wieder an der grünen Tonne 'Kejsaren' mit der goldenen Krone vorbei. Ich freue mich auf das hübsche Dorf Harstena auf gleichnamiger Insel, das wir am
12.7. besucht haben. Diesmal möchte ich direkt beim Dorf anlegen.

Als wir uns aber Harstena nähern, kommt von Westen dieses Wetter auf uns zu.
Schnell wird umentschieden: Ab nach Fyrudden, wo wir bei dem zu erwartenden starken Wind sicherer liegen. Wir schaffen es, noch vor dem großen Guss anzukommen.

Und bedauern nicht, hierhergekommen zu sein.
Als sich nach dem Schauer wieder die Sonne durchsetzt, entdecken wir diesen schönen Weg am hohen Ufer, mit blühender Heide und weitem Blick!
An vielen Sommerhäusern vorbei, teils sehr schön mit tollem Grundstück, umrunden wir die 'udde'= Halbinsel, auf der wohl mal ein 'fyr' =Leuchtfeuer/Leuchtturm gestanden hat.

Freitag, 12.8.16 Von Fyrudden zur Insel Långö

Wieder strahlende Bläue als wir Fyrudden verlassen!

Wir durchfahren heute eine sehr geschützte Strecke zwischen schönen Schären und schmalen Sunden hindurch. Ich sitze lange mit Fernglas auf dem Dach, kucke und kucke und freue mich!
Zum Beispiel sehe ich ganz nah einen niedrigen, gerundeten, rötlichen Felsen mit kleiner, wohlgeformter Kiefer darauf und plötzlich taucht dahinter eine riesig hohe, graue, steile Wand auf, dass ich fast erschrecke!

Diese schmale Stelle war auch wunderschön!

Ich glaube, dann kam diese Stelle, an der sie hier wieder grüßte.

Ach, die Kormorankolonie, die am 12.7. von Adlern angegriffen worden war! War das aufregend! Jetzt, am 12.8., ist es hier ganz ruhig.
Die Nester scheinen alle leer zu sein. Wahrscheinlich sind die überlebenden Jungvögel gerade alle dabei, in ruhigem Wasser tauchen und auffliegen zu lernen.

Uff, sind wir froh, als an diesem Platz unser Anker hält!
Einen Schärengarten vorher (wie man hier auch statt Archipel sagt), hatten wir nach drei missglückten Anker-Versuchen genervt aufgegeben.
Beim dritten Mal war nämlich auch noch die Kiste, in der wir das lange Anker-Tau samt Anker aufbewahren, von Bord gefallen und schwamm ehe wir es merkten, schon 50 m entfernt davon. Schnell ins Bötchen und das Ding wieder geholt!
Fast wäre 'Boreal', dessen Anker nun zum dritten Mal nicht hielt, bei dieser Aktion auf Unterwassersteine gefahren und beschädigt worden!

Aber hier an der Insel Långö im Jungfruskär-Gården hält er richtig gut gleich beim ersten Versuch!

Hurra!
Und schön ist es hier auch ...

... mit blühender Heide und weitem Blick!

Die Insel, auf die der Mast des Seglers zeigt, ist Äspholmen, wo wir uns am 11.7. so stark vertäut hatten, weil wir Unwetter befürchteten; wo wir uns wie Forscher vorkamen und wo am nächsten Morgen ein Kranichpaar auf uns zugeflogen war.

An unserem heutigen Liegeplatz kommt plötzlich ein schwarzbraunes Kerlchen 10 m neben dem Boot angeschwommen, klettert auf einen Stein, legt ein Fischchen darauf und verschwindet. Kurz darauf holt er das Fischchen wieder und bringt es in eine Felsspalte. Aus der danach wildes Gefiepse und Gezeter zu hören ist. Wahrscheinlich balgen sich seine Jungen um das Fischchen.
Er ist immer wieder mal zu sehen, bewegt sich aber so schnell, dass ich ihn nicht besser aufs Foto kriege.
Es ist übrigens ein Mink (= Nerz), wie man in Schweden sagt, ein aus Amerika eingewanderter oder wohl eher aus einer Nerz-Farm entwischter Bursche.

Erinnerungen an 'Ronja'!
100 m von 'Boreal' entfernt, ein Stück rechts von dieser Stelle bei einer größeren Kiefer haben wir mit 'Ronja' 2006 gelegen.
Morgens war ich durch merkwürdiges leises Klopfen geweckt worden und entdeckte beim Hinaussehen fünf Kanada-Gänse, die von unserer Bordwand eben unter der Wasseroberfläche Algen abpickten. Schön!
Irgendwann bemerkten sie mich und schwammen durch die schmale, kurvige, flache Passage dort hinten davon.

Heute machen Tom und ich eine abendliche, stille Paddeltour durch diese Passage, entdecken dort hinten rechts eine wunderschöne kleine, stille Bucht mit flachen, runden Felsen, kleinen Schilfinseln, Blumen. Wir sind ganz still und kucken nur. Unberührt, verzaubert, märchenhaft wirkt sie auf uns.

Samstag, 13.8.16 Von Långö nach Loftahammar

Es ist kaum zu glauben: Als wir heute morgen beim Ablegen sind, ertönt ein Vogelschrei! " - " Wir sagen gar nichts, sehen uns nur mit offenem Mund an. Und da sind sie tatsächlich wieder, die beiden KRANICHE! Fliegen einen Bogen um uns herum, gerade hinter den Bäumen unseres Liegeplatzes noch ein Schrei, und dann verschwinden sie wieder!

Hier haben wir das Jungfruskär- Arkipelag schon verlassen und fahren durch den Jungfruskär-Sund. Bereits hier ist eine alte Dünung aus Süd zu spüren.
Bei freierer Strecke ist die Altwelle heftig, 0,5 -1 m hoch, sage ich. Tom meint weniger, gibt aber Vollgas, um gut durchzukommen.

Und da sind wir schon in Loftahammar, wo wir auf der Hinfahrt am 10.7. im Bierzelt das EM-Finale sahen. Hier scheint die Sonne, und das Geschaukele von unterwegs ist schnell vergessen.
Auf dem Foto stehen wir vor der netten, alten Bageri an der Hauptstraße ...

... und hier innen drin, wie man sieht.
Wir kaufen richtig leckeren Kuchen und ein Walnussbrot (das dann leider doch nicht so gut schmeckte wie erwartet).

Beim Supermarkt gegenüber weist uns ein Aushang auf ein Konzert in der Kirche hin. Wollen wir? Ja, das hören wir uns an!

Loftahammars Kirche

Das Konzert ist richtig gut!
Zwei Musikerinnen, Piano und Gesang (Mezzosopran), tragen ausdrucksstark und wunderschön Lieder vor, deren um 1900 entstandene Gedicht-Texte von 'kvinnliga kompositören' (weiblichen Komponisten) vertont wurden. Ich kann die Texte mitlesen und verstehen; auch Tom bekommt einiges vom Inhalt mit und hört mit großem Genuss dem Gesang zu!

Sonntag, 14.8.16 Von Loftahammar zur Bucht beim Spårö-Turm

Schock am nächsten Morgen:
Meine Bettdecke und die Wolldecke, die drüber lag, sind nass!!
Nach heftigem Regen am frühen Morgen hat es an einer Stelle durch die Luke über meinem Bett getropft!
(Folge: In der nächsten Nacht, wieder mit Regen, schlafe ich mit Eimer neben mir, - nicht besonders gut! Erst am nächsten Tag binden wir eine Plane übers Fenster. Klappt. Trocken. Ich kann wieder beruhigt schlafen.)

Auch unterwegs haben wir es an diesem Sonntag mit Schauern zu tun.
Wir fühlen uns geradezu von ihnen gejagt, als wir den langen Gudingen(see) hinunterfahren.
Kurz vor unserem Ziel, der rundum geschützten Bucht beim Spårö-Turm südlich von Västervik, holt uns das Unwetter ein. Es schüttet wie aus Eimern, die Welt um uns herum verschwindet im Regen!
Trotzdem fahren wir langsam weiter und finden mit Hilfe des Plotters unseren Weg in die Bucht.

Aber: die Felsen sind nass,, was das An-Land-Kommen und Vertäuen erheblich erschwert! Die Rutschgefahr ist groß!
Und tatsächlich, als Tom über die Schräge vor dem Bug muss, um Felsnägel für die Festmacher einzuschlagen, rutscht ein Fuß weg, er landet auf Händen und Knien und muss die Finger in Felsritzen klammern, um nicht ins Wasser zu rutschen.
Und was tu ich? Ich kann mich fast nicht halten vor Lachen, weil er da so hängt und nicht vor und zurück kann! Schrecklich!
Er hat es zum Glück unbeschadet überstanden.

Und den Aufstieg zum Turm, der als Seezeichen erbaut wurde und weithin zu erkennen ist, hat er dann auch genossen.

Genauso wie den Blick in unsere Bucht ...

.. .und in den kleinen Sund, durch den wir morgen wieder weiterfahren werden.

Ja, es geht uns doch richtig gut!

Abendfrieden

Und gute Nacht!

Montag, 15.8.16 Vom Spårö-Turm nach St. Vippholmen

Strahlend blauer Himmel und wenig Wind beim Verlassen der Insel Päronholmen in der Spårö-Bucht.
Hier fahren wir durch den kleinen Sund, in den wir gestern von hoch oben hinunter gekuckt haben.

Und da sind wir schon 12,5 sm (=21 km) weiter in der Bucht südlich von Stora Vippholmen, die im Gegensatz zur Spårö-Bucht sehr weit ist. Zwischen den 'Südsee-Inseln' dort hinten kann man die freie See sehen.
Aber wir haben beständigen Nordwind und das diesseitige Ufer bietet genügend Schutz.

Sieht doch ein bisschen nach Südsee aus, oder?

Bei der Fahrt nach Norden lagen wir nördlich von Stora Vippholmen an Uvholmen, überstanden einen gewittrigen Regenschauer, sahen eine Ringelnatter und besuchten abends Mareyke und Theo auf ihrer 'Zilvermeeuw'.
Liebe Grüße euch Beiden! Ihr seid wohl inzwischen wieder zu Hause.

Stora Vippholmen: Blick aufs nach Norden führende Fahrwasser ...

... und den tollen Fels-Riegel, der unsere Bucht nach Osten hin abschirmt.

Mittwoch, 17.8.16 Von Figeholm nach Oskarshamn

Gestern sind wir von Stora Vippholmen hierher nach Figeholm gekommen, haben wieder längsseits neben der Wiese gelegen.
Sonnenschein und gähnende Leere als wir ankamen; vier, fünf deutsche Boote und ein Schwede kamen noch dazu. Figeholm fest in deutscher Hand.
Jetzt geht's weiter nach Oskarshamn.

Dies ist nicht Oskarshamn, sondern der Felsstrand von Gunnarsö, dem vor der Stadt liegenden schönen Campingplatz mit Schären-Feeling; sehr empfehlenswert! Wir radeln vom Hafen aus hierher.
Diesen Blick hatten wir vom gemieteten Campingwagen aus, als wir in 'boot-loser' Zeit 2009 unbedingt nach Schweden wollten. Auch Kühls haben diesen Platz schon genossen.

Anders als beim Bootfahrern in den Schären wird den Campern auch noch anderes geboten, wie Strand, Sprungturm, Spielplatz und - dieses lustige 'Aventyr-Minigolf'.
Das lassen wir uns nicht nehmen und haben viel Spaß dabei.

Donnerstag, 18.8.16 Landtag in Oskarshamn

Auch etwas, was ich mir in Oskarshamn nicht nehmen lasse:
ein Besuch im Döderhultar-Museum!

Axel Petersson Döderhultarn (1868 - 1925) hat schon als Kind - wie Michel aus Lönneberga - gern geschnitzt, vor allem Kühe und Pferde. Er konnte es als Erwachsener nicht sein lassen, konzentrierte sich dann auf Menschen in ihrem Alltag oder in besonderen Situationen. Wurde später ausgezeichnet und bekam Ausstellungen in Paris und New York!

Auch dieses Mal sind wir wieder beeindruckt von den grobgeschnitzten und doch so ausdrucksstarken Figuren und Gruppen!

Freitag, 19.8.16 Von Oskarshamn nach Solberganäset

Für die nächsten Häfen setze ich nur jeweils ein Foto ein. Wenn wieder mehr Zeit ist, kommen weitere Fotos und Text dazu.

Noch ein letztes Mal am Fels! So lagen wir am 30.6., also vor ungefähr 7 Wochen, am Fels von Solberganäset.
Jetzt ist es umgekehrt: wir links, ein anderes deutsches Boot rechts. Und heute regnet es leider. Die Deutschen verziehen sich mit ihrem Boot bald nach links in die tiefe, ruhige Bucht. Wir bleiben gern allein an 'unserem' vertrauten Platz.

Als bald die Sonne herauskommt, wandern wir los.
Wir suchen eine Brücke, die die Halbinsel Solberganäset mit dem Festland verbindet. Die Brücke ist auf einem im Wald aufgestellten Plan verzeichnet, aber wir haben sie bei zwei vergeblichen Versuchen nicht gefunden. Wir brauchen die Brücke nicht, aber wir sind an der Ehre gepackt. Die muss doch zu finden sein!
Es geht wieder an der Steinhauerei vorbei und immer am südlichen Ufer der Halbinsel entlang ...

... und da ist sie tatsächlich! Ha! Sieht sogar ganz interessant aus!

Auf dem Rückweg entdecken wir viele Heidelbeeren und sie schmecken tatsächlich noch gut. Ich würde gerne noch mal welche sammeln, - am liebsten sogar Marmelade daraus kochen -, aber es ist zu mückig und da traue ich mich nicht.

Spät kommt noch ein Boot, das etwas weiter weg den Anker fallen lässt.
Von dem Ausflugsboot aus Oskarshamn ertönt laute Popmusik, von irgendeinem 'Star' live vorgetragen.
Als es außer Hörweite ist, gibt es nichts mehr, was die schöne ruhige Abendstimmung stört.

Samstag, 20.8.16 Von Solberganäset nach Mönsterås

Frühmorgens liegen wir noch immer wie auf einem Spiegel, - und wie auf Eis?

Zwischenstopp in Paskallavik ...

... mit Einkauf und kleinem Spaziergang.

In Mönsterås

Tief in einer Bucht liegt das kleine Städtchen. Nix los im Hafen; nur ein deutscher Segler mit Freund legt später noch an.
Auch im Centrum 'tote Hose'.
Um die Kirche herum gibt es einige hübsche, bunte Holzhäuschen, ...

..., bei deren Anblick wir schon vor Jahren an 'Kalle Blomquist' denken mussten. Hier könnte er gelebt haben.

Jetzt leben hier relativ viele Flüchtlinge. Einige davon, junge Männer, stellen sich mit Auto ganz in unsere Nähe; einer angelt, andere zünden eine Gas-Kartousche an. 'Wird das eine Shiha?' fragt Tom sie. Sie lachen und nicken und fragen 'Vil du och?' 'Nein Danke!'
Ihre laute Pop-Musik stört uns allmählich. Sie stellen sie sofort leiser, als Tom sie darum bittet. Ganz wohl ist uns aber nicht, sie vielleicht den ganzen Abend und womöglich bis spät in die Nacht neben uns zu haben.
Als wir fast soweit sind, abzulegen und in den weiter außerhalb gelegenen Sportboothafen zu fahren, packen sie zusammen und hauen ab.

Sonntag, 21.8.16 Mönsterås - Revsudden - Kalmar

Sehr dunstig ist es, als wir Mönsterås am nächsten Morgen verlassen.

Aber doch auch irgendwie eine schöne Atmosphäre.
Wenn nur draußen im Kalmar-Sund die Suppe nicht noch dichter wird!

Im Kalmar - Sund
Puh! Dicke Suppe! Nix mehr zu sehen! Ich hab ein bisschen Schiss!

Aber als voraus eine Schar klein wirkende Eiderenten schwimmt und eine Untiefentonne in einiger Entfernung auftaucht, merken wir, dass wir doch ca. 1 km weit kucken können.
Und auf dem Plotter sind unsere Position und Fahrtrichtung ja jederzeit zu ersehen.
Vorsichtshalber fahren wir außerhalb der Tonnenreihe, die für größere Schiffe maßgeblich ist, sehen häufig durchs Fernglas rundum und lauschen auf fremde Motorengeräusche.

Ich dränge Tom, den kleinen Hafen Revsudden anzulaufen, der wenige Seemeilen vor Kalmar auf einer Halbinsel liegt, die weit in den Sund hineinreicht.
Der Sund ist dadurch so schmal, dass man trotz des Dunstes die Insel Öland dort auf der anderen Seite gut erkennen kann.
Hübsch ist es hier. Wie gewohnt kleine Fischerhütten am Hafen und ...

... feine Holz-Häuschen rund um die Bucht mit einem kleinen Sandstrand.

Diese Holzvilla mit großem, schönem Grundstück am Wasser ist doch auch nicht schlecht.

Eigentlich wollte ich aber hierher, weil laut Hafenführer auf einer Landspitze vor Revsudden immer viele, teilweise seltene Wasservögel zu beobachten sind.
Ein paar Enten, ein Graureiher und ca. 50 Gänsesäger-Weibchen. Mehr sind heute nicht da. Eines der Weibchen schwimmt gerade dort unten.
Und da hinten motoren die beiden deutschen Segler aus Mönsterås vorbei, die wir wohl bald in Kalmar wiedertreffen werden.

Und so ist es auch. Knapp zwei Stunden nachdem wir Revsudden verlassen haben, legen wir in Kalmar an, wo wir viele Boote wiedererkennen und mit einigen Seglern Erlebnisse austauschen.
In Kalmar waren wir ja schon am 28.6.. Wir haben hier nicht wieder fotografiert, nur nach der Abfahrt. Und diese Fotos sieht man jetzt am Montag.

Montag, 22.8.16 Von Kalmar nach Kristianopel

Nach dem Ablegen aus Kalmar:
Blick zurück auf den Dom, den wir gestern Nachmittag besucht hatten, ...

... und eine halbe Stunde später Blick auf das Schloss.
Ruhige Fahrt am Anfang, aber dann nehmen Wind und Wellen immer mehr zu. Für uns bleibt es gerade so erträglich.
Die Segler freut es zwar sicher, die Segel hochziehen bzw. ausrollen zu können, aber sie müssen nun gegen den Wind aus Süd ankreuzen.

Vor allen anderen Bootsfahrern aus Kalmar kommen wir in Kristianopel an!

Diesmal liegen wir genau in der entgegengesetzten Ecke des Hafens bei dem kleinen feinen Café und Restaurant "Sött & Salt". Und wieder bekommen wir zum Lunch (die Schweden sagen 'Lönch' ) leckeren Salat mit Fisch und Krabben (fisk och räkor).

Blick von 'BOREAL' nach Norden.

Nach dem Lönch und der Mittags-Lese-Schlummer-Pause kommt der in Kristianopel für alle fast schon obligatorische große Mauergang: Vom Hafen um den ganzen eingemauerten Campingplatz herum (viel voller als im Juni), an der Kirche vorbei, ...

... bis zum Mauerende, und auf der Hauptstraße wieder zurück zum Hafen.
Dies Schild am Pfahl war mir hier zum ersten Mal aufgefallen: zwei Häuschen, die sich an den Händen halten, und der Text 'GRANNAR MOT INBROTT' (Nachbarn gegen Einbruch!) und dann 'zusammen mit der Polizei, dem Rettungswesen und der Bezirksverwaltung Blekinge' (so heißt die kleinste Provinz Schwedens, in der wir gerade sind).
Schön aufeinander und das nachbarliche Anwesen aufpassen! Gute Aktion, nett dargestellt!

Dienstag, 23.8.16 Von Kristianopel nach Karlskrona

Bisher sind wir auf dem Rückweg von Stockholm überwiegend südwärts gefahren, abgesehen von Schlenkern in den Mälar-See und nach Loftahammar.
Auf der heutigen Strecke werden wir am südlichen Ende des Kalmarsundes um die Ecke biegen, nach Karlskrona.
Hier liegt es schon vor uns (in leider schlechter Bildqualität).
Karlskrona ist die Hauptstadt der kleinsten Provinz Schwedens: Blekinge, das nur aus einem Schärengarten und einem ca. 55 km breiten Streifen Festland besteht.

Und es ist die Stadt, in der es das beste Eis Schwedens gibt!
Wir hatten es schon auf der Hinfahrt (25.6.) genossen. Aber eine halbe Stunde warten um die Mittagszeit, ohne dass es richtig vorangeht: Nein, danke!
Um 20 Uhr mussten wir gar nicht warten. Rum-Rosin! Sehr lecker!

Mittwoch, 24.8.16 Von Karlskrona nach Tjärö

Karlskrona ist auch die einzige Stadt der Welt mit vollständig erhaltener, Jahrhunderte alter Kriegsmarine-Anlage, deshalb auch Weltkulturerbe-Stadt.
Eisschleckend sind wir gestern Abend durch den friedlich wirkenden, überwiegend frei zugänglichen Marine-Bereich spaziert, in dem auch das Marine-Museum steht.
Foto von unserer Weiterfahrt.

An die Kriegsschiffe konnte man nicht heran, sie aber vom Wasser aus ankucken; darunter auch einige mit felsenartiger Tarnung.

Jetzt sind wir auf dem Weg nach Tjärö.

Ha, was für ein Unterschied!
Wie voll von protzigen Motorbooten war dieser Steg doch an Midsommar, am 25.6.! Jetzt ist es angenehm leer.
An den roten Häusern wird noch gebaut, aber sie sind fast fertig.

Da haben wir einen schönen Platz längsseits am Steg.

Können selber auch mal auf der Line balancieren (können?) äh, oder lieber nur schaukeln ...

... und über Felsen mit Aussicht spazieren, ohne auf 'Gegenverkehr' achten zu müssen!

Wir genießen Tjärö und verabschieden uns so von den Schären.
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